Lokales

Vhs stillt die Sehnsucht nach Bullerbü

Das neue Programm der Volkshochschule Kirchheim wartet mit einer gewohnt breiten Angebotspalette auf

Die Kirchheimer Volkshochschule bietet wieder ein Programm mit vielen bewährten Kursangeboten – aber auch mit dem einen oder anderen neuen Punkt. So gibt es beispielsweise „Sehnsuchtsreisen“ mit literarischem Hintergrund. Ein anderes neues Angebot ist sogar schon restlos ausgebucht: der Stadtführerkurs in Kirchheim.

Bei den EDV-Kursen setzt die Volkshochschule Kirchheim im neuen Semester verstärkt auf Einzelanwendungen.Archiv-Foto: Jean-Luc J
Bei den EDV-Kursen setzt die Volkshochschule Kirchheim im neuen Semester verstärkt auf Einzelanwendungen.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Die erste „Sehnsuchtsreise“ der Volkshochschule führt im April nach Schweden. Neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten werden dabei auch spezielle „literarische Orte“ besichtigt: Tucholskys Gripsholm ebenso wie das Vorbild zu Astrid Lindgrens Bullerbü oder Landschaften, die Leser und Fernsehzuschauer mit den Namen Inga Lindström oder Kurt Wallander in Verbindung bringen. Auch eigene literarische Erzeugnisse sind Ziel der Sehnsuchtsreise. Die Teilnehmer können unter Anleitung eigene Text- und Fotoreportagen anfertigen. Die zweite Etappe dieser neuen Reiseart führt im Herbst 2014 an einen ganz speziellen Sehnsuchtsort für Touristen: nach Venedig. Auch dort gibt es natürlich zahlreiche Spuren zu besichtigen, die in der Literatur und in den damit verbundenen Filmen oder Fernsehserien gelegt sind.

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Nicht ganz so weit weg geht es bei Tagesexkursionen – etwa zu „Schlössern und Burgen auf der mittleren Alb“. Noch näher liegt der Alte Friedhof in Kirchheim. Er ist Ziel einer Exkursion am Buß- und Bettag, also passenderweise genau zwischen Volkstrauertag und Totensonntag. Die Friedhofsführung ist Teil der Kirchheimer Veranstaltungsreihe „Stille Tage – Lebendig Abschied nehmen“. Innerhalb dieser Reihe bietet die Volkshochschule im November auch einen philosophischen Vortrag an sowie einen Abend mit Musik und „Hoffnungstexten“.

Hoffnung oder zumindest Stärkung in schwierigen Situationen sollen auch diverse Seminare für pflegende Angehörige geben. Unter anderem geht es dabei um „Kommunikation mit verwirrten Menschen“. Wichtig ist es in diesem Fall für Angehörige, die Krankheit zu verstehen und nicht stur an bekannte Situationen anzuknüpfen oder gar auf die Einsicht der Erkrankten zu setzen.

Vorträge zur Gesundheit befassen sich am 24. Oktober mit der Volkskrankheit Diabetes sowie am 6. Februar unter dem Titel „Wie viel Seele braucht das Herz?“ mit der Psychokardiologie. Ansonsten lässt sich bei der Volkshochschule natürlich auch ganz praktisch und aktiv etwas für die Gesundheit tun: in zahlreichen Pilates-, Yoga- oder Zumba-Kursen. Und weil es nie zu spät ist anzufangen, gibt es – neu im Angebot – auch „Zumba Sentao“-Kurse, deren Übungen hauptsächlich im Sitzen absolviert werden. Dabei wird im Programmheft aber versprochen, dass diese Zumba-Art genauso schweißtreibend sein könne wie der „normale“ Zumba-Fitness-Kurs.

Bei den Sprachen setzt die Volkshochschule jetzt verstärkt auf die Anwendung: Sowohl im Englischen bietet sie einen Debating Club an als auch im Italienischen einen Stammtisch. Der Italienisch-Stammtisch ist bereits erprobt, und deshalb soll ihm nun auch ein Spanisch-Stammtisch folgen. Sprachkurse bietet die Volkshochschule in allen möglichen Sprachen – bis hin zu Ungarisch und Chinesisch – sowie auf allen Niveaus an. So gibt es spezielle Englisch-Anfängerkurse für die Generation „55 plus“ oder einen Französisch-Schnupperkurs an zwei Wochenenden, aber auch einen „Schnellkurs Italienisch“, der intensive eigene Mitarbeit der Teilnehmer voraussetzt.

Im Bereich „Kultur und Gestalten“ verzeichnet das neue Programm ebenfalls viele bekannte Basiskurse. Dazu gibt es aber auch Atelierkurse – sowohl bei Künstlern in deren Ateliers als auch im umgestalteten Kreativraum des vhs-Schulungszentrums in der Henriettenstraße. Dort gibt es beispielsweise einen „Lebens-Stelen“-Workshop oder auch „Plastisches Arbeiten in Ton“ im Rahmen der „Stillen Tage“.

Bei der Beruflichen Bildung geht der Trend zu „kleineren Paketen“ bei den EDV-Kursen, also zu Serienbriefen mit Word oder zu Pivot-Tabellen mit Excel. Für Eltern sowie für Unternehmer bietet die Volkshochschule Kurse zu Facebook und Social Media an. Ein spezieller Kurs, der allenfalls zur „nebenberuflichen Bildung“ zählen könnte, ist bereits ausgebucht: Wer sich zum Stadtführer in Kirchheim ausbilden lassen möchte, findet derzeit allenfalls noch auf der Warteliste Platz.

Weitere Informationen zum Volkshochschul-Programm gibt es im Internet unter der Adresse www.vhskirchheim.de oder unter der Telefonnummer 0 70 21/97 30-30.