Lokales
Dem alten Holz entschlüpft

Wie Phönix aus der Asche steigt, so krabbelt der Alpenbock im Juni aus abgestorbenen Baumstümpfen ans Licht. Die schillernde Schönheit gibt sich jedoch sehr zurückhaltend. Nur von Mitte/Ende Juni bis August zeigt sich der Käfer in seiner vollen Pracht. In dieser Zeit sorgt er für die nächste Alpenbock-Generation. Das Weibchen legt seine Eier in kleine Ritzen oder Löcher von abgestorbenen Buchen. Drei bis vier Jahre fressen sich dann die Larven durch das morsche Holz und bohren sich schließlich im Erwachsenenstadium nach außen. Die große Freiheit kann das Insekt jedoch nicht lange genießen: Die meisten fallen schnell natürlichen Feinden zum Opfer. ¿Rosalia alpina¿ stellt große Ansprüche an ihren Lebensraum. Der Alpenbock kommt nur in Buchenwäldern in Kalkgebirgen in einer Höhe zwischen etwa 450 und 1¿500 Metern vor ¿ also auch auf der Alb und nicht nur in den Alpen, wie der Name zunächst vermuten lässt. ih/Foto: Dieter Ruoff