Dettingen. Beim Regionalwettbewerb in Nagold hatte es sich abgezeichnet, aber damit rechnen darf man nie – galt es doch diesmal, sich auf Landesebene mit Filmern aus ganz Baden-Württemberg zu messen. Alle Genres waren beim Herbst-Wettbewerb vertreten, und auch die FCT-Mitglieder punkteten in unterschiedlichen Sparten: Natur, Reportage und Lokales. Das Resultat: zwei Mal ein erster Preis und ein Mal ein zweiter Rang, dazu die begehrten Weitermeldungen zu den verschiedenen Bundesfilmfestivals im nächsten Jahr und – als Sahnehäubchen – noch zwei Sonderpreise.
Einen ersten Preis und die von der Jury einstimmig vergebene Auszeichnung als bester Film des Wettbewerbs erhielt das Autorenpaar Barbara und Hartmut Ibsch für „. . . da geht etwas auf“. Das Wagnis, im Film den Einsatz von Klangschalen bei alten und dementen Menschen festzuhalten, hat sich gelohnt. Die Jury zeigte sich vom Resultat beeindruckt, hob in der Besprechung Kameraarbeit, Interviewtechnik, Lichtgestaltung und einfühlsamen Kommentar hervor. Zur großen Plakette des Bundesverbandes Deutscher Filmautoren (BDFA) gab es auch den Sonderpreis der Stadt Singen für den besten Film des Wettbewerbs. Die Weitermeldung geht zum Bundesfilmfestival Report in Köln.
Ebenfalls einen ersten Preis mit allen fünf Jury-Stimmen erhielt FCT-Autor Josef Pettinger für seinen Film „Mit Drohnenmaden und Welpenmilch“. Der Einblick in die Aufzuchtstation von Zwergfledermäusen wurde zudem mit dem Pokal des BDFA-Landesverbandes für den lehrreichsten Film des Wettbewerbs ausgezeichnet. Bei der von FCT-Mitglied Werner Rothenöder ermittelten Publikumswertung gab es für diesen Film einen siebten Rang. Die Jury lobte Schnitt und Kameraführung sowie die ruhige Atmosphäre, in der ein spannendes Thema vermittelt wurde. Der Streifen wird beim Bundesfilmfestival Natur in Blieskastel an den Start gehen.
„Hoher Aufwand für acht Stunden“: So hat FCT-Autor Peter Markotschi seinen Film überschrieben, der den vierwöchigen Aufbau einer riesigen Konstruktion auf dem Cannstatter Wasen zeigt, den kurzen Auftritt von international gefeierten Snowboardern und die zwei Wochen Abbau. Das Ganze wird nicht nur filmisch aufbereitet, sondern auch kritisch hinterfragt. Positiv gewürdigt wurden von der Jury kontinuierliche Darstellung, tolle Bilder und eine hervorragende filmische Arbeit. Die Abstimmung ergab einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Bundesfilmfestival Lokales in Straubing.
Die Jury unter der Leitung von Lutz Schulze aus Weilheim, zu der auch Jürgen Leitz aus Dettingen gehörte, hatte an den beiden Wettbewerbstagen Schwerarbeit zu leisten. 43 Filme galt es zu bewerten, und das geschah mit durchaus unterschiedlichen Meinungen. Wer als Autor dafür aufgeschlossen war, konnte profitieren. Das gilt allerdings nicht mehr für die aktuelle Produktion, kann doch nach einem Landeswettbewerb am Film nichts mehr geändert werden. Der Streifen geht vom Veranstalter aus direkt an den Ausrichter des jeweiligen Bundesfilmfestivals. Aber unterschiedliche Sichtweisen können hilfreich sein für das weitere Filmschaffen. Bis dahin freuen sich der FCT und die Autoren erst einmal über das gute Abschneiden unter dem Hohentwiel.b.i.
