Dettingen. Beim Energieverbrauch konnte die Gemeinde Dettingen im vergangenen Jahr für ihre gemeindeeigenen Einrichtungen 5,1 Prozent einsparen. Der Wasserverbrauch stieg hingegen um 11,82 Prozent an. Das gab Bauamtsleiter Jochen Sokolowski in der vergangenen Gemeinderatssitzung bekannt, als er den Energiebericht 2011 präsentierte. Der gestiegene Wasserverbrauch hänge vor allem damit zusammen, dass die Gemeinde das Hallenbad im September 2011 von einem privaten Betreiber übernommen hatte.
„Nach der Übernahme haben wir das Wasser ein Mal komplett abgelassen. Das muss man nicht tun, es ist aber ratsam“, betonte Bürgermeister Rainer Haußmann. Die Gemeinde unternehme alles, um eine bestmögliche Wasserqualität vorweisen zu können. „Wir beproben das Wasser auch häufiger als man müsste. Wir überlassen nichts dem Zufall.“ Schließlich sei die Verantwortung, welche die Gemeinde gegenüber den Badegästen trage, enorm.
„Ich habe im Ort verstärkt gehört, dass es im Hallenbad wesentlich sauberer ist, seit das Bad von der Gemeinde geführt wird“, sagte Dr. Werner Hack von der Freien Wählergemeinschaft. „Das Bad ist ein Aushängeschild für die Gemeinde. Deshalb sollte die Qualität ganz oben stehen und nicht durch überdimensioniertes Sparen eingeschränkt werden.“
Haußmann bestätigte, dass die Gemeinde bezüglich des Hallenbads positive Rückmeldungen erhalte. „Ich möchte aber nicht sagen, dass die Qualität früher nicht in Ordnung war“, betonte der Rathauschef. „Es liegt in der Natur der Sache, dass die öffentliche Hand einen anderen Ansatz hat als ein privater Betreiber, der wirtschaftlicher an die Sache rangeht.“
Bei der Straßenbeleuchtung gelang es der Gemeinde, den Energieverbrauch von 2008 bis 2011 um zwei Drittel zu senken, informierten Sokolowski und Haußmann weiter. Dies habe man vor allem dadurch erreicht, dass Energiesparlampen eingebaut wurden.
Darüber hinaus werden in Abstimmung mit dem Tübinger Ingenieurbüro ebök und dem Gemeinderat schrittweise energiesparende Maßnahmen umgesetzt, fügte Sokolowski hinzu. So werde derzeit die Werkrealschule an das Holzhackschnitzelheizwerk angeschlossen.
Mit den eingesparten Mitteln sollen in den nächsten Jahren sukzessive die vorhandenen Leuchtkörper durch LED-Leuchten ersetzt werden, ergänzte der Bauamtsleiter. Ziel sei, beim Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 eine CO2-Einsparung von 61 Prozent zu erreichen.
