Dettingen. Hohe Unterhaltungsaufwendungen, Investitionen ins Leitungsnetz und höhere Bezugspreise von der Landeswasserversorgung: Aus diesen und weiteren Gründen sei eine Erhöhung des Wasserpreises für die Jahre 2013 und 2014 notwendig, sagte Kämmerer Jörg Neubauer in der vergangenen Gemeinderatssitzung.
„Die Bürger kommen immer wieder mit der Kritik auf uns zu, dass das Wasser zu hart sei“, fügte er hinzu. Deshalb sollte die Gemeinde überlegen, ob sie eine Enthärtungsanlage anschaffe. „Wenn jemand weicheres Wasser will, dann soll er das in seinem eigenen Haus regeln“, gab Andreas Hummel (CDU/Freie Wählervereinigung) zu bedenken. Bürgermeister Rainer Haußmann verwies an dieser Stelle auf die Haushaltsberatung 2013, in deren Rahmen man über die Enthärtungsanlage diskutieren werde.
Die Wasserhärte beträgt auf dem Guckenrain 13,1 (Härtebereich 2/mittel) und im Ort selbst zwischen 15 und 16 Grad deutscher Härte (Härtebereich 3/hart), informierte Neubauer auf Nachfrage des Teckboten. Die Werte seien deshalb unterschiedlich, weil die Wasserversorgung des Ortsteils Guckenrain ausschließlich durch Fremdwasser von der Landeswasserversorgung erfolgt; im Ort hingegen werden das Fremdwasser und das noch härtere Eigenwasser der Gemeinde gemischt.
Für die Erhöhung des Wasserzinses stimmten im Ratsrund schließlich alle anwesenden Gemeinderäte – mit Ausnahme von Hermann Pölkow (SPD), der sich als grundsätzlichen Gegner von Konzessionsabgaben bezeichnet und der es nicht nachvollziehen kann, dass beim Eigenbetrieb Wasserversorgung ein Gewinn erzielt werden darf.
Die Verbraucher bezahlen demnach ab Januar nächsten Jahres 1,94 Euro pro Kubikmeter Wasser und ab Januar des darauffolgenden Jahres 2,02 Euro. Momentan liegt der Wasserzins in Dettingen bei 1,90 pro Kubikmeter.
