BVR. Die Menschen in Deutschland kommen ihren persönlichen Sparzielen wieder näher. Die Sparlücke zwischen den als notwendig angesehenen und den tatsächlich zurückgelegten Beträgen ist gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Viertel gesunken. Gleichzeitig bleibt die Sparquote, also der Anteil des verfügbaren Einkommens, den private Haushalte sparen, weitgehend stabil. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Weltspartag hervor.
Bedeutung von früher Vorsorge
„Regelmäßiges Sparen ist die Grundlage für finanzielle Sicherheit und langfristigen Vermögensaufbau. Als Volksbanken und Raiffeisenbanken begleiten wir rund 30 Millionen Kundinnen und Kunden dabei, Rücklagen zu bilden und ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Der Weltspartag erinnert daran, wie wichtig es ist, früh mit dem Sparen zu beginnen“, sagt Marija Kolak, Präsidentin des BVR.
Differenz zum persönlichen Sparziel
Für 2026 erwartet der BVR eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Sparquote von 10,1 Prozent. Damit bewegt sie sich weiterhin in etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Für 2027 rechnet der BVR mit einem leichten Anstieg.
Nach einer repräsentativen Befragung durch Kantar im Auftrag des BVR sparen die Menschen in Deutschland derzeit durchschnittlich rund 200 Euro im Monat. Um ihre persönlichen Sparziele zu erreichen, halten sie nach eigener Einschätzung etwa 275 Euro für notwendig. Die monatliche Sparlücke beträgt damit rund 75 Euro, nach mehr als 100 Euro im vergangenen Jahr. Während die tatsächlich zurückgelegten Beträge leicht gestiegen sind, haben sich zugleich die als notwendig angesehenen Sparsummen etwas verringert.
Auch die jüngere Generation spart
Junge Menschen legen bereits beachtliche Beträge zurück: Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren legen der Befragung zufolge durchschnittlich rund 100 Euro im Monat zurück. Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es bereits gut 210 Euro.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Sparen auch für die jüngere Generation einen hohen Stellenwert hat. Das ist eine gute Voraussetzung für den langfristigen Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge“, so die BVR-Präsidentin. Gerade bei jungen Menschen kann der lange Anlagehorizont dazu beitragen, über die Jahre ein substanzielles Vermögen aufzubauen.
Die Frühstart-Rente
Die Ergebnisse unterstreichen zugleich, wie sinnvoll es ist, junge Menschen frühzeitig an die kapitalgedeckte Altersvorsorge heranzuführen. Hier setzt die geplante Frühstart-Rente an. Aus Sicht des BVR sollte sie so ausgestaltet werden, dass die Vorsorge nach dem 18. Lebensjahr unkompliziert im geförderten Altersvorsorgedepot fortgeführt und durch eigene Beiträge ergänzt werden kann.
„Junge Menschen haben beim Vermögensaufbau einen großen Vorteil: Zeit. Wer früh beginnt und regelmäßig spart, kann auch mit überschaubaren Beträgen langfristig ein beachtliches Vermögen aufbauen. Die Frühstart-Rente kann hierfür einen wichtigen Impuls geben. Entscheidend ist, dass junge Menschen diesen Weg anschließend einfach und unkompliziert fortsetzen können – beispielsweise über ein transparentes und verständliches Altersvorsorgedepot“, sagt Kolak.

