Notzinger Gemeinderat beschließt Ausbau und Förderung
Drei Säulen für Kinderbetreuung

Die Betreuung für Kinder im Alter unter drei Jahren beschäftigte auf ein Neues den Notzinger Gemeinderat. Zum einen ging es um den Ausbau der Kinderkrippe, zum andern um die Förderung der Kindertagespflege.

Notzingen. „Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir die Rasselbande am Ort haben“, erklärte Bürgermeister Sven Haumacher. Zehn Kinder unter drei Jahren können dort maximal betreut werden, insgesamt sind es zeitversetzt 17. Die zehn Plätze pro Tag entsprechen einer Betreuungsquote von 20 Prozent, der Gesetzgeber fordert bis August 35 Prozent. Auf der Warteliste stehen bereits neun Notzinger Kinder.

Mathilde Maier von der Rasselbande gab grünes Licht, eine zweite Krippengruppe mit zehn Plätzen pro Tag im Kindergarten Alemannenweg bis zum Stichtag einrichten zu können. Dafür soll eine der beiden Wohnungen im Gebäude, die schon in den 90er-Jahren mit einer Kleingruppe belegt war, für etwa 50 000 Euro saniert und ausgebaut werden. Erste Gespräche mit dem Architekten gab es bereits.

Bei einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat die erweiterte Kooperation mit der Rasselbande. Der bestehende Vertrag wird auf der bisherigen Basis mit einer 68-prozentigen Erstattung der jährlichen Betriebskosten durch die Bodenbachgemeinde verändert.

Einstimmig beschloss das Gremium die monetäre Förderung der Kindertagespflege ab 2013, wie sie vom Tageselternverein Esslingen empfohlen wird. Notzingen übernimmt die Gebühren für die Erste-Hilfe-Kurse und den Eigenanteil an der Qualifizierung der Tageseltern, ebenso die Kosten für das Führungszeugnis. Auch die zweite Hälfte der Sozial­versicherungsbeiträge anteilig pro Notzinger Kind und Tageseltern zahlt die Bodenbachgemeinde. Dazu kommt noch die Übernahme der Geld­­leistungen für 25 Tage Urlaub und 30 Krankheitstage.

Mit dieser Förderung erhoffen sich alle Beteiligten eine höhere Attraktivität dieser Stellen, sprich: mehr Menschen sollen für die Tagespflege begeistert werden. Schon allein weil Kindergartenplätze die Gemeinde teurer kommen, sprachen sich die Räte für die Förderung der Tageseltern aus. „In Notzingen gibt es zwei Tageseltern, eine dritte Frau ist in Ausbildung“, erläuterte Sven Haumacher.

„Wir machen das nicht aus Lust und Laune – die Betreuung der Kleinkinder ist ja eine gesetzliche Vorgabe. Mit den drei Säulen Kindergarten, Rasselbande und Tageseltern ist Notzingen gut beraten“, sagte Hans Prell. Helga Merz regte an, mehr Werbung für die Tagesmütter zu machen, etwa im Gemeindeblatt.