Kirchheim. Schulleiterin Lucia Heffner sprach zur Einweihung von einem „riesigen Projekt der Schule“, an dem sehr viele Menschen beteiligt gewesen seien. Ihr Dank ging an die SMV, die sich auf ein solches Projekt eingelassen habe. Ideen dazu wurden im Unterricht gesammelt und erarbeitet, es gab Diskussionen und Abstimmungen via Facebook, sodass die Schüler sich bereits von Beginn an einbringen konnten. Nicht zuletzt besteht auch die Ausschmückung des neuen „Chill-Raums“ aus Schülerarbeiten.
Lucia Heffner dankte auch dem Förderverein des Schlossgymnasiums für die Unterstützung und Begleitung des Projekts. Der Förderverein sei erfolgreich „auf Sponsorenjagd“ gegangen und habe so die Finanzierung sicherstellen können. In ihren Dank schloss die Schulleiterin auch das Kirchheimer Architekturbüro KLE sowie die Stadt Kirchheim ein, die das Projekt jeweils tatkräftig unterstützt haben. Schließlich plauderte Lucia Heffner noch aus dem Nähkästchen und bedankte sich beim Hausmeister, der ebenfalls viel für den neuen Aufenthaltsraum geleistet hat – „als zum Beispiel plötzlich ein ganzer Berg Möbel dastand“.
Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker rückte in ihrer Ansprache den Förderverein in den Vordergrund: „Es ist ein Glücksfall für die Schule, dass es diesen Förderverein gibt, der angepackt und erkannt hat, dass die Schüler einen solchen Aufenthaltsraum brauchen, in dem sie sich rundum wohlfühlen können.“ Gerade das Wohlfühlen in der Schule, aber auch der Teamgeist, der hinter dem Gemeinschaftsprojekt steckt, seien ausschlaggebend dafür gewesen, dass die Bürgerstiftung der Stadt Kirchheim die Umgestaltung des Aufenthaltsraums mit 3 000 Euro unterstützt hat. Was da schließlich in einer Projektwoche – wieder unter Einbeziehung der Schüler – entstanden sei, ist für die Oberbürgermeisterin „aller Ehren wert: Da ist ein neuer Ort in der Schule entstanden.“
Die Schülersprecher Jan Berghold und Lynn-Malou Lutz bedankten sich ebenfalls bei allen Beteiligten und kündigten an, dass die Schülerschaft sich auch weiterhin aktiv einbringt. Zunächst gehe es jetzt darum, ein Konzept für die Benutzung und für die Öffnungszeiten zu erarbeiten.
Dr. Hans-Ulrich Leisner, der Vorsitzende des Fördervereins, kam schließlich noch auf das Motto zu sprechen, unter dem der Verein das Projekt unterstützt hat: „Wir machen Träume wahr.“ Dabei geht es darum, Aufenthaltsräume in „Aufenthalts-Träume“ zu verwandeln. Teil eins sei mit dem „Chill-Raum“ jetzt verwirklicht. Als Teil zwei stehe noch die Verwandlung eines weiteren Aufenthaltsraum in einen Arbeitsraum an.
Wichtig ist es ihm aber, dass es sich hier um Projekte „von Schülern für Schüler“ handelt und dass die Schüler dementsprechend auch „in allen Phasen unglaublich kreativ mitgearbeitet haben“. Gerade darauf beruht auch eine wesentliche Hoffnung der Fördervereinsmitglieder: „Wir wünschen uns, dass ihr euer neues Wohnzimmer respektvoll behandelt.“
Tatsächlich ist es der Raum wert, respektvoll behandelt zu werden, denn er lädt auf unterschiedliche Arten zum Wohlfühlen ein. Da gibt es zum einen eine Sofaecke, zum anderen einzelne Sessel und schließlich noch einen Bereich mit Barhockern und entsprechend erhöhten Tischen. Und noch einen andern „Tisch“ hat der Aufenthaltsraum anzubieten: einen Tischkicker, der dafür sorgen kann, dass die Schüler die hohe Kunst des Tischfußballs erlernen. Für Partys ist der Raum gleichfalls bestens ausgestattet, und zwar mit einer Musikanlage. Die befindet sich allerdings in einem verschlossenen Glasschrank, denn das Vertrauen auf respektvollen Umgang ist die eine Sache. Aber ein wenig Kontrolle dürfte trotzdem nicht schaden.
