„Water, water everywhere“ hieß es beim Comenius-Projekt in der Teck-Realschule
Eine Woche mit viel Wasser

Bereits zum wiederholten Mal nahm die Teck-Realschule an einem von der EU geförderten Comenius-Projekt teil.

Kirchheim. Ziele dieser zweijährigen Partnerschaft von fünf europäischen Schulen aus Kirchheim, Gloucester (England), Arezzo (Italien), Mjoendalen (Norwegen) und Beniel bei Murcia (Spanien) sind vor allem die Stärkung des europäischen Bewusstseins, die Förderung des Fremdsprachenerwerbs und das Kennenlernen fremder Kulturen.

Überschrieben ist das aktuelle Projekt mit dem Titel „Water, water – everywhere?“. Dabei werden in mehreren Unterrichtsfächern im Rahmen des Lehrplans verschiedene Aspekte des Themas „Wasser“ bearbeitet. Auch fanden im März anlässlich des UN-Weltwassertags an allen fünf Schulen Aktionen statt, die den Schüler den nachhaltigen Umgang mit Wasser näherbringen sollten.

Im Mai fand ein internationales Schülertreffen aller fünf beteiligten Schulen in Kirchheim statt, das ganz unter dem Motto „Wasser“ stand.

Gleich zu Beginn der Woche führte eine zweitägige Exkursion alle beteiligten Deutschen und Austauschschüler an den Bodensee. Bei strahlendem Sommerwetter erkundeten sie den Rheinfall von Schaffhausen zu Fuß und mit dem Boot. Die Gischt sorgte bei den 42 Schülern und acht Lehrern für angenehme Abkühlung. Eine beeindruckende Führung durch das Wasseraufbereitungswerk auf dem Sipplinger Berg war eine weitere Station der Exkursion. Übernachtet hatte die Gruppe natürlich in der Jugendherberge in Konstanz – einem ehemaligen Wasserturm mit herrlicher Aussicht auf den Bodensee.

Im Laufe der Woche erhielten die Gäste Einblick in das deutsche Schulleben. Sie besuchten einige Unterrichtsstunden an der Teck-Realschule. Bei einem Empfang im Rathaus von Kirchheim berichtete Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, passend zum Thema des Projekts, über die historische und aktuelle Wasserversorgung Kirchheims. Eine besondere Gelegenheit war für alle der Besuch der Papierfabrik Scheufelen in Oberlenningen. Eine perfekt organisierte Führung auf Deutsch und für die Gäste auf Englisch zeigte den Schülern auf beeindruckende Art, wie Papier hergestellt wird und insbesondere, wie dieser Betrieb in verantwortungsvoller Weise sein für die Papierproduktion verwendetes Wasser wieder aufbereitet.

Natürlich wollten die Gäste auch das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart besuchen – ein Muss im 125. Geburtsjahr des Automobils. Den Abschluss der Woche bildete ein Ausflug nach Ulm über Blaubeuren mit der dortigen Besichtigung des Blautopfs und der Hammerschmiede. Obwohl manche der Schüler und auch Lehrer anfangs durchaus Respekt vor den 768 Stufen des Ulmer Münsters hatten, bewältigte jeder die 161 Meter des höchsten Kirchturms der Welt locker. Der Entspannung für alle diente nachmittags der Besuch des Freizeitbades Wonnemar in Neu-Ulm.

Die deutschen Gastfamilien hatten zum Ausklang der Woche einen Grillabend mit allerhand Leckereien vorbereitet, und deutsche als auch ausländische Schüler sorgten mit live präsentierter Musik für ein stimmungsvolles Ende einer ereignisreichen Woche, die im Herbst in Spanien ihre Fortsetzung finden wird.ef