Kirchheim. „Die Verbesserung der Energieeffizienz gerät angesichts der Grundsatzdebatten über Atom-, Wind- oder Solarenergie leider sehr oft in den Hintergrund“, so Hennrich in einer Pressemitteilung. Dabei schlummere hier ein ganz erhebliches Einsparpotential, denn Heizung und Warmwasser machten in Deutschland 40 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs aus. Zum anderen stecke darin eine wichtige soziale Komponente.
Die Förderung des Einsatzes regenerativer Energien nutze zuallererst den großen Energiekonzernen oder Kapitalanlegern, argumentiert Hennrich. „Bei der Förderung von energetischen Sanierungen im Hausbestand dagegen profitiert vor allem der Mieter durch geringere Nebenkosten. Das nutzt nicht nur der Umwelt sondern auch in hohem Maße Menschen mit geringerem Einkommen, für die die gestiegenen Energiekosten eine erhebliche Belastung darstellen. Außerdem ist dies auch gelebte Wirtschaftsförderung für Handwerk und Mittelstand und dient dem Werterhalt der Immobilie.“
Im Rahmen des 125. Zentralverbandstags der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund in Berlin konnte Michael Hennrich diese Forderung gegenüber der Bundeskanzlerin deutlich machen. Angela Merkel, die als Gastrednerin sprach, kündigte umfangreiche gesetzliche Änderungen zugunsten der energetischen Modernisierung des Wohnungsbestandes an. Die Energiewende gelinge nur gemeinsam mit den privaten Hauseigentümern, sagte die Kanzlerin.
Davon ist auch Michael Hennrich überzeugt: „Die privaten Eigentümer verfügen über 77 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes. Sie investieren jährlich über 73 Milliarden Euro in ihre Immobilien.“ Mit einer entsprechenden Förderung sieht Hennrich hier noch weiteres Potenzial. „Wir brauchen einen Konsens, der die Lasten gleichmäßig auf alle Schultern verteilt. Zentrale Forderung an die Politik ist deshalb eine verbesserte steuerliche Absetzbarkeit des einzelnen Objektes.“pm
