Besucheransturm bei der 13. Bissinger Hobbykünstlerausstellung – Rekordbeteiligung mit 27 Ausstellern
Feste Größe im Kulturleben

Ein Besucherinteresse wie selten zuvor, ein Teilnehmerrekord mit einer überwältigenden Fülle an kreativem Schaffen, und neue, eigene Stellwände: Die 13. Hobbykünstlerausstellung am vergangenen Wochenende hat nicht nur für Bürgermeister Marcel Musolf den krönenden Abschluss des „Bissinger Kunstjahrs“ gebildet.

Bissingen. Für die Bissinger ist die alle zwei Jahre in der Gemeindehalle stattfindende Ausstellung der Bissinger Kreativen eine feste Größe im kommunalen Kulturleben, und, wie Bürgermeister Marcel Musolf wusste, „das wichtigste Forum für die künstlerische Weiterentwicklung“. Und in der Tat staunte selbst der Sprecher der Hobbykünstler, Hansjörg Richter, über den sich stetig fortsetzenden kreativen Prozess der einzelnen Aussteller. Dabei erweiterten die fünf Neuen unter den 27 Teilnehmern die Bandbreite künstlerischen Schaffens.

„Was ist Kunst?“, stellte Bürgermeister Musolf die rhetorische Frage und beantwortete sie auch sogleich: „So ganz genau weiß das niemand.“ Und weil er sich bei einem eigenen Interpretationsversuch nicht auf Glatteis begeben wollte, verwies er auf Erklärungen „Fester Größen“. Etwa Jean Paul, für den Kunst der Wein des Lebens war. Oder Pablo Picasso, der in der Kunst Aufruhr sah. Oder Lyonel Feininger: „Kunst ist notwendig.“

Ganz sicher nicht daneben lag der Verwaltungschef, wenn er sagte: „Kunst bedeutet Freiheit“ – sowohl für den Künstler als auch für den Betrachter. „Kunst regt zum Nachdenken an, provoziert, soll aber auch gefallen, ähnlich wie bei Facebook. Daumen nach oben, Daumen nach unten.“

Nun, die Besucher der 13. Hobbykünstlerausstellung drückten zwar nicht so plakativ ihre Meinung aus, äußerten aber in vielen Gesprächen ihre Begeisterung über die doch sehr unterschiedlichen Werke von Acryl-, Aquarell- und Öltechnik über Filzobjekte, Ikebana und Fotografien bis hin zu Kalligrafie, Patchwork, Schmuck, Garten-, Eisen- und Holzskulpturen.

Positiv fielen den Kunstfreunden auch die neuen Holzstellwände auf, die auf eine Idee und die Konzeption von Ernst Pangerl zurückgehen. Sie wurden in Eigenarbeit unter seiner Regie erarbeitet und von der Firma Holzbau Merkle, Bissingen, gesponsert.

„Bissingen muss sich nicht verstecken“, stellte Marcel Musolf selbstbewusst fest und verwies auf ein Jahr der Kunst in Bissingen mit dem Kunst- und Aktionspfad der Ziegelhütte auf der Ochsenwanger Alb, mit Ausstellungen im neuen und Ateliertagen von Hanni Derr im alten Rathaus sowie der 13. Hobbykünstlerausstellung in der Gemeindehalle und im Musiksaal der Grund- und Hauptschule als dem „krönenden Abschluss“.

Musikalisch stimmten Hanna Lehmann und Jürgen Eisenmann in die Ausstellung am Wochenende ein, für die Bewirtung der vielen Besucher sorgten die Landfrauen sowie der Förderverein der Kindergärten und der Schule und die Albvereinsjugend. Für die musikalische Untermalung in der Café-Ecke war wie in der Vergangenheit Hans Höneß zuständig.adt