Brand im Keller der Gemeindehalle Ohmden: 150 000 Euro Schaden
Feuer beendet Weihnachtsfeier

Wegen eines Brandes im Untergeschoss der Gemeindehalle Ohmden musste die Weihnachtsfeier des Musikvereins am Samstag gegen 23 Uhr abrupt beendet werden. Die 300 Besucher konnten die Halle unversehrt verlassen.

Anke Kirsammer

Ohmden. „Ich bin froh, dass keiner verletzt wurde“, sagte Ohmdens Bürgermeister Martin Funk am gestrigen Sonntag auf telefonische Nachfrage. Er war am Samstag selbst Gast der Weihnachtsfeier des örtlichen Musikvereins in der Gemeindehalle, als der Brand im Untergeschoss ausbrach. „Die Kripo geht von einem Sachschaden in Höhe von rund 150 000 Euro aus“, sagte Funk weiter. Unter den 300 Besuchern sei glücklicherweise keine Panik aufgekommen. Der Aufforderung, die Halle zu verlassen, seien die Gäste ruhig nachgekommen.

Gegen 23 Uhr, der musikalische Part von Jugend- und Stammkapelle war bereits beendet, präsentierte das Ohmdener Volkstheater noch ein komödiantisches Stück. Wie Helmut Rösch, Vorsitzender des Musikvereins sagte, hätten sowohl Akteure auf der Bühne als auch Besucher im Toilettenbereich Brandgeruch wahrgenommen. Der Regisseur des Theaterstücks habe sich daraufhin selbst auf die Suche nach dem Brandherd gemacht. „Als er die Tür zum Gymnastikraum im Untergeschoss öffnete, hat sich eine Stichflamme entwickelt“, so Rösch. Daraufhin habe man den Saal räumen lassen.

Die rasch eintreffenden Feuerwehren aus Ohmden und Weilheim hatten das Feuer gegen 0.15 Uhr gelöscht. Sämtliche Instrumente der Mitglieder des Musikvereins sowie die Noten des Vereins und der Liederlust Ohmden, die in dem Gymnastikraum und angrenzenden Abstellräumen lagerten, wurden durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen beziehungsweise verbrannten.

Beamte der Kriminalpolizei Esslingen haben die Ermittlungen nach der Ursache aufgenommen. Vorsorglich waren ein Notarzt und 33 Helfer an der Gemeindehalle. Die Feuerwehren Ohmden und Weilheim waren mit 42 Mann und sieben Fahrzeugen vor Ort. Ohmdens Kommandant Reiner Preyß und sein Weilheimer Kollege Norbert Wahl hoben die gute Zusammenarbeit auch mit dem Roten Kreuz hervor. Weil das im Erdgeschoss der Gemeindehalle wohnende Pächterehepaar der Gaststätte nicht auffindbar gewesen sei, habe man die Wohnung gewaltsam geöffnet, so Preyß. Die beiden seien jedoch nicht zu Hause gewesen. Die Brandwache harrte am gestrigen Sonntag bis gegen 10 Uhr aus.

„Meinen Abschied als Musikvereinsvorsitzender habe ich mir etwas anders vorgestellt“, sagte Rösch gestern geknickt. Nach 13 Jahren wird er im März das Amt in andere Hände übergeben. Die Weihnachtsfeier sei die letzte große Veranstaltung unter seiner Ägide gewesen. Insbesondere bei den Jugendlichen habe es wegen der kaputten Instrumente Tränen gegeben.