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Frauen-WM nur Männersache?

Männer sind einer bundesweiten Online-Umfrage zufolge besser über die bevorstehende WM im Frauenfußball informiert als die Frauen selbst. 76,3 Prozent der befragten Männer wussten immerhin, dass das wichtigste Ereignis im internationalen Frauenfußball in drei Wochen in Deutschland über die Bühne geht. Bei den Frauen waren dies 69,9 Prozent. 
Auch was die Vorfreude aufs Turnier angeht, liegen die Männer deutlich vorn: 43 Prozent bekunden ein „großes Interesse“ am WM-Verlauf, bei den Frauen waren dies lediglich 30 Prozent. 

Bei den Jüngeren ist das Thema bisher offenbar noch weniger angekommen: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten im Alter von 14 bis 19 Jahren wussten über die WM Bescheid. 

Eher gering sind auch die Kenntnisse über Mannschaften und Spielorte – unabhängig von Geschlecht und Alter. Fast zwei Drittel sind der Meinung, die großen Fußballnationen Italien, Spanien und Niederlande seien bei der WM mit dabei, was allerdings nicht stimmt. Richtig dagegen sind die Mitfavoriten Brasilien, England und Frankreich, die immerhin fast 70 Prozent der Befragten korrekt als Teilnehmer benannten. 
In welchen Stadien gespielt wird, auch darüber sind viele schlecht oder gar nicht informiert. Zwar wussten knapp 70 Prozent der Befragten, dass das Eröffnungsspiel in Berlin stattfindet, doch rund ein Drittel hielt auch die Stadien in München, Stuttgart, Dortmund, Hamburg oder Köln fälschlicherweise für aktuelle Spielorte. Das Stadion in Sinsheim als WM-Arena kannten sogar nur 14,4 Prozent.

Weitgehend Einigkeit herrscht dagegen, was den künftigen Weltmeister anbelangt: Für 88,8 Prozent der Befragten steht fest, dass die deutschen Gastgeberinnen ihren Titel im eigenen Land verteidigen werden.