Der Ganztagesbetrieb an der Weilheimer Limburg-Grundschule wird vom kommenden Schuljahr an auf alle vier Klassenstufen ausgeweitet. Dabei handelt es sich nach wie vor um ein freiwilliges Angebot.
Anke Kirsammer
Weilheim. Die Weichen für die Ganztagesbetreuung wurden per Gemeinderatsbeschluss bereits im September 2010 gestellt. Inzwischen hat die Schule mit den ersten beiden Klassen Erfahrungen im Ganztagesbetrieb gesammelt. Vom kommenden Schuljahr an soll es das Angebot nun auch für Dritt- und Viertklässler geben. Der als Übergangslösung eingerichtete Hort gehört damit der Vergangenheit an.
„Im Moment bieten wir vier verschiedene Möglichkeiten für die Betreuung von Kindern. Von Sommer an wird es nur noch drei Module geben“, sagte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle im Gemeinderat. Baustein eins beinhaltet Unterricht beziehungsweise Betreuung an fünf Tagen in der Woche von 7.30 bis 13.30 Uhr. Weil es häufig nachgefragt wurde, kann dieses Modul jetzt auch mit einem kostenpflichtigen Mittagessen gebucht werden. Zusätzlich ist montags bis donnerstags die „Ganztagesbetreuung“ bis 15.30 Uhr beziehungsweise die „Spätbetreuung“ bis maximal 17 Uhr buchbar. Freitags ist allerdings bereits um 13.30 Uhr Schluss. „Das ist zweifellos ein Wermutstropfen, aber seither wird die Betreuung am Freitagnachmittag nur wenig nachgefragt“, meinte Züfle auf Nachfrage von Stadtrat Karl Mohring.
Wie bisher können die Eltern zwischen zwei und fünf Tagen wählen. Wer während der Schulzeit die Betreuung in Anspruch nimmt, darf, abgesehen von den Weihnachtsferien und den ersten drei Wochen in den Sommerferien, auch das Angebot in den Schulferien nutzen. Nach dem Wegfall des Schülerhorts wird es allerdings während der Ferien maximal eine Betreuung bis 15.30 und freitags bis 13.30 Uhr geben.
Insgesamt betragen die Kosten für die Ganztagesbetreuung ohne die Aufwendung für die Kernzeitenbetreuung 132 000 Euro, davon werden voraussichtlich 38 000 Euro über Zuschüsse und Nutzergebühren abgedeckt. „Von den Kosten her sind wir gemessen an der Planung vom September 2010 ganz gut unterwegs“, sagte Züfle. Der Personalbedarf für die Ganztagesbetreuung steigt durch die Ausweitung auf alle vier Klassenstufen vom kommenden Schuljahr von derzeit 76 auf gut 100 Prozent. „Falls die Anmeldezahlen explodieren, müssen wir gegebenenfalls nachlegen“, so der Bürgermeister. Angestellt ist das Personal nach wie vor bei der Familienbildungsstätte Kirchheim. Die Betreuungsgebühren bleiben unverändert.
Derzeit sind 35 Kinder für die Ganztagesschule und zwölf Kinder für den Schülerhort angemeldet. „Durch die Ausweitung des ersten Moduls von 13 auf 13.30 Uhr erhoffen wir uns auch eine bessere Auslastung der Mensa“, betonte Anette Deißler-Völlm, in der Stadtverwaltung zuständig für Schulen und Kindergärten.
Einmütig stimmte der Gemeinderat für die Schließung des Horts zum 31. Juli und die Ausweitung der Ganztagesangebote auf alle vier Jahrgangsstufen sowie die Umstellung auf die drei Betreuungsmodule vom Sommer an.
Unter dem Punkt Bekanntgaben und Anfragen teilte Züfle darüber hinaus mit, dass ein Schulsozialarbeiter gefunden wurde, der zum 1. April dieses Jahres seine Arbeit am Bildungszentrum Wühle aufnehmen wird. Die Vollzeitstelle ist vorerst auf ein Jahr befristet.
