Handball-Landesliga
Gelingt Pikard der Heimsieg-Abschied?

Die HSG OLE erwartet im letzten Saisonspiel Uhingen-Holzhausen, Weilheim muss auswärts ran.

Steht nach drei erfolgreichen Jahren am Samstag zum letzten Mal an der Seitenlinie für die HSG: Volker Pikard. Foto: Markus Brän
Steht nach drei erfolgreichen Jahren am Samstag zum letzten Mal an der Seitenlinie für die HSG: Volker Pikard. Foto: Markus Brändli

Zum letzten Spiel der Landesligasaison empfangen die Handballer der HSG Owen-Lenningen am Samstag ab 20 Uhr das HT Uhingen/Holzhausen in der Lenninger Sporthalle. Für die ersatzgeschwächte Tälessieben bietet sich dabei die Gelegenheit, eine ohnehin starke Saison mit einem weiteren Erfolg vor heimischer Kulisse abzurunden – und eine beeindruckende Serie auszubauen.

Die Mannschaft um Trainer Volker Pikard präsentiert sich seit Wochen in bestechender Form, hat zuletzt sieben Siege in Serie eingefahren und sich in der Tabelle sukzessive nach oben gearbeitet. Aktuell rangiert das Team mit 26:16 Punkten auf dem vierten Platz. Diesen gilt es zu festigen. Zusätzlichen Rückenwind gab es durch den überzeugenden 33:24-Erfolg am Samstag beim TSV Weilheim.

Für HSG-Coach Volker Pikard wird es das letzte Spiel an der Seitenlinie sein. Nach drei erfolgreichen Jahren endet seine Amtszeit im „Täle“, wo er unter anderem die Rückkehr in die Landesliga maßgeblich mitgestaltete. Entsprechend wird die Mannschaft alles daran setzen, ihren scheidenden Trainer, dessen Nachfolger Konstantin Glöckler wird, mit einem Heimsieg zu verabschieden.

Mit dem HT Uhingen/Holzhausen gastiert jedoch ein Gegner im Lenninger Tal, der noch um den Klassenerhalt kämpft. Die Mannschaft um Trainer Tobias Papsch steht mit 9:29 Punkten auf Tabellenplatz zehn, hat sich zuletzt jedoch eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Vor allem der 37:27-Heimerfolg gegen den Tabellennachbarn Kuchen-Gingen-Süssen unterstreicht, dass mit den Uhingern zu rechnen ist. Das Hinspiel am siebten Spieltag verlief äußerst eng: In einer hoch spannenden Begegnung setzte sich die Tälessieben Mitte Dezember denkbar knapp mit 26:25 durch. Ohne die verletzten Stammkräfte Moritz Raichle und Tobias Baumann will die HSG alles in die Waagschale werfen.

Weilheimer wollen Reaktion

Nach der schmerzhaften Derbyniederlage steht für Absteiger TSV Weilheim die nächste anspruchsvolle Aufgabe an: Auswärts bei der HSG Ebersbach-Bünzwangen wollen die Weilheimer ein anderes Gesicht zeigen und eine klare Reaktion auf die jüngste Enttäuschung liefern.

Im Fokus der Vorbereitung stand vor allem die Aufarbeitung der vergangenen Partie. „Wir müssen von Beginn an wach sein und dürfen uns keine Anlaufphase leisten“, lautet die zentrale Forderung. Gerade im Derby hatte man sich zu viele Unkonzentriertheiten erlaubt und war früh ins Hintertreffen geraten – ein Szenario, das sich in Ebersbach keinesfalls wiederholen soll.

Ein weiterer Schlüssel wird die Effektivität im Angriff sein. Zwar erarbeiteten sich die Weilheimer zuletzt ausreichend Chancen, ließen jedoch zu viele klare Möglichkeiten ungenutzt. Gegen die kompakte Defensive der Gastgeber wird es darauf ankommen, die sich bietenden Abschlüsse konsequenter zu verwerten.

Besondere Umstände bringt zudem die Halle in Ebersbach mit sich: Gespielt wird ohne Harz. Für viele Teams bedeutet das eine Umstellung in Sachen Ballhandling, die saubere Technik und Konzentration noch stärker in den Vordergrund rücken.

Entscheidend dürfte jedoch die eigene Abwehrarbeit werden. Mit einer stabilen Defensive wollen die Weilheimer ins Spiel finden, einfache Ballgewinne erzwingen und so auch ins Tempospiel kommen. „Die Abwehr ist die Basis für alles“, betonen die Verantwortlichen rund um Trainer Matthias Briem – und genau dort will das Tabellenschlusslicht den Grundstein für eine erfolgreiche Wiedergutmachung legen. Ob es gelingt, die richtigen Lehren aus der Derbyniederlage zu ziehen und in Ebersbach zu punkten, wird sich zeigen. ras/js

So wollen sie spielen

HSG Owen-Lenningen: Bächtle, U. Raichle – Bächle, Bader, Blumauer, Epple, Kiedaisch (?), Köbel, Lubkowitz, Maiwald, Renz, Ruß, Schmidt, Stoll
TSV Weilheim: Latzel, Kruschina; Renneberg, Banzhaf, Hartmann, Rapp, Martin, Stark, Goll, Ulmer, Real