Bissingen. Der Zehnjahresplan ist für die Gemeinde als Waldbesitzer in etwa eine Richtschnur für die Bewirtschaftung ihres Forsts. Da die alte Dekade auslief, hatte die Kommune wieder einen neuen bis ins Jahr 2022 aufzustellen.
Von 2002 bis heuer vergrößerte sich der Bissinger Gemeindewald um knapp zwölf Hektar.
18 Prozent der insgesamt rund 248 Hektar großen Waldfläche sind gute Standorte für die Bäume, 42 Prozent durchschnittliche und 40 Prozent sind schlechte Standorte. Das kommt nicht zuletzt von den zum Teil sehr steilen Hanglagen am Bissinger Albtrauf, wobei sich insgesamt 80 Prozent der Betriebsfläche in solchen Lagen befinden.
Die meisten Bäume in den Wäldern der Seegemeinde sind Laubbäume, die Hälfte davon Buchen, 20 Prozent Eschen und sieben Prozent Ahorn. Nadelhölzer machen nur fünf Prozent des Waldes aus. Mit 80 Hektar gehört ein starkes Drittel der Gesamtwaldfläche des Bissinger Forsts der nächsten Generation Wald, wobei auch hier junge Buchen in der Mehrzahl sind. Gegenüber dem letzten Einrichtungsjahrzehnt nahm der Holzvorrat im Gemeindewald deutlich zu und zwar von 59 556 auf 65 163 Festmeter. Ursächlich dafür waren die schlechten Holzmarktpreise in der vergangenen Dekade, durch die sich ein Einschlag in den Steillagen und Extensivflächen nicht rentierte, weshalb die Bäume weiterwachsen durften.
Hinsichtlich des betriebswirtschaftlichen Ergebnisses konnte im Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2011 ein jährliches Plus von rund 12,40 Euro je Hektar erzielt werden. Das Betriebsergebnis des Gemeindewaldes hängt in erster Linie von der Entwicklung der Holzpreise ab. Da in den nächsten zehn Jahren minimal weniger Holz eingeschlagen wird, geht die Verwaltung davon aus, dass entsprechend weniger ins Gemeindesäckel fließt. Sie ist jedoch zuversichtlich, bei einem stabilen Holzmarkt und den aktuellen Holzpreisen ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erzielen.
Im kommenden Jahr sieht der Forstbetriebsplan ein Plus von 4 100 Euro vor, bei Einnahmen in Höhe von 60 300 Euro und Ausgaben von 56 200 Euro.
Aufgrund des starken Regens im Frühjahr kam es im Gemeindewald im Bereich des Zwerchbergs in Richtung Hepsisau zu einer Rutschung des Waldwegs. Der Weg muss dringend saniert und dabei von der Kante in Richtung Hang verlegt werden, was laut Verwaltung mit rund 15 000 Euro zu Buche schlagen wird. Die Finanzierung soll im Rahmen des ersten Nachtragshaushalts 2013 erfolgen.