Owen. Die Broschüre geht auf die gleichnamige Ausstellung im Owener Jubiläumsjahr 2011 zurück. Sowohl bei der Ausstellung als auch in dem 120 Seiten starken Heft waren die profunden historischen Kenntnisse von Fritz Nuffer die entscheidende Grundlage. Hinzu kommt das beeindruckend reichhaltige Bildarchiv des Förderkreises „Alt-Owen“. Viele Owener haben auch durch eigene Fotos dazu beigetragen, Ausstellung wie Broschüre zu bebildern.
„Wir waren überrascht über die große Nachfrage“, sagt Christof Leuze, der Zweite Vorsitzende des „Alt-Owen“-Förderkreises. Zur Ausstellung im vergangenen Mai seien deutlich über tausend Besucher gekommen, und auch die erste Auflage der Broschüre mit knapp 500 Stück sei rasch vergriffen gewesen. Weil aber immer wieder Nachfragen kamen, habe sich der Förderkreis zu einer zweiten Auflage entschieden: rund 250 neue Exemplare gibt es.
Besonders dankbar sei der Förderkreis dafür, dass die Sponsoren auch für die zweite Auflage bei der Stange geblieben sind: „So ein Projekt finanziert sich ja nicht allein.“ Der Gewinn liege im ideellen Bereich – im Bemühen, zu einem besseren Geschichtsverständnis beizutragen. Denn schließlich sei das Wissen um die Geschichte notwendig, um Gegenwart und Zukunft verstehen zu können.
In der aktuellen Broschüre geht es um die verheerenden Folgen des Kriegsendes für Owen. Christof Leuze spricht von einer „Veränderung im ganzen Ortsbild“. Mehr als
Fotos zeigen, wie sich Owen auf einen Schlag verändert hat
50 Häuser seien damals zerstört worden. Interessant sei dieses Thema aber nicht nur für alteingesessene Owener, die sich vielleicht sogar noch persönlich an das einstige Ortsbild erinnern können. Interessant sei es auch für Zugezogene. Anhand der zahlreichen Fotos können sie sich ein genaues Bild davon machen, wie sich das Städtchen am Fuße der Teck am 20. und 21. April 1945 auf einen Schlag verändert hat. Das vorliegende Heft sei die ideale Ergänzung zu den Bildern, die im Geschichtshaus zu sehen sind.
In der Stadt-Info, die ebenso wie das Geschichtshaus und das Archiv im „Beginenhaus“ untergebracht ist, befindet sich auch eine der Verkaufsstellen des kleinen Bändchens. Darüber hinaus gibt es die Broschüre im Owener Rathaus, in der Geschäftsstelle des Förderkreises „Alt-Owen“ bei Gabriele Horer in der Fabrikstraße, bei SV-Versicherungen Vogel/Schmid/Precker in der Kirchheimer Straße sowie in der Bahnhofstraße bei Schreibwaren Flander und in der Apotheke Palm.
