IHK. Mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres startet für viele Jugendliche ein spannender neuer Lebensabschnitt. Gleichzeitig heißen Unternehmen ihre neuen Auszubildenden willkommen und legen den Grundstein für die gemeinsame Ausbildungszeit. Die ersten Wochen sind für beide Seiten eine wichtige Zeit des Kennenlernens. Mit Offenheit, guter Kommunikation und einigen einfachen Tipps lässt sich der Start in die Ausbildung erfolgreich gestalten. Die IHK begleitet Auszubildende und Ausbildungsbetriebe von Anfang an und unterstützt dabei, dass die Ausbildung für beide Seiten erfolgreich verläuft.
Probezeit in der Ausbildung: Die ersten Monate gut nutzen
Mit dem Start einer Ausbildung beginnt auch die Probezeit. Sie dauert mindestens einen und höchstens vier Monate. Sie ist eine wichtige Phase für beide Seiten: Auszubildende lernen ihren Beruf, den Betrieb und das Team kennen. Unternehmen erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre neuen Nachwuchskräfte im Arbeitsalltag zu erleben.
Für Azubis: Mutig sein und dazulernen
Die ersten Wochen im Berufsleben sind aufregend. Vieles ist neu, und niemand erwartet, dass Auszubildende von Beginn an alles können. Umso wichtiger sind Interesse, Lernbereitschaft und Eigeninitiative. Wer pünktlich ist, zuverlässig arbeitet und Fragen stellt, zeigt Engagement. Auch der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen hilft dabei, sich schnell im Unternehmen zurechtzufinden. Feedback von Ausbilderinnen und Ausbildern sollte dabei als Chance verstanden werden, sich weiterzuentwickeln. Fehler gehören dazu und sind ein normaler Teil des Lernprozesses.
Für Ausbildungsbetriebe: Orientierung geben und begleiten
Damit Auszubildende gut ankommen, sollten Betriebe die Probezeit aktiv gestalten. Eine strukturierte Einarbeitung, feste Ansprechpersonen und regelmäßige Gespräche helfen dabei, Sicherheit zu vermitteln und Vertrauen aufzubauen. Wichtig ist außerdem, frühzeitig Rückmeldung zu geben: Lob motiviert, konstruktive Hinweise unterstützen die persönliche und fachliche Entwicklung. Werden Schwierigkeiten offen angesprochen, können Lösungen oft gemeinsam gefunden werden.
Gemeinsam den Grundstein legen
Die ersten Monate einer Ausbildung sind für beide Seiten eine entscheidende Phase. Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und regelmäßiger Austausch helfen dabei, dass aus dem ersten Kennenlernen eine erfolgreiche Ausbildungszeit wird. „Die Probezeit ist vor allem eine Chance, sich gegenseitig kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. Wenn Auszubildende Fragen stellen, Interesse zeigen und Betriebe sie dabei gut begleiten, profitieren am Ende beide Seiten davon. So entsteht die Basis für eine erfolgreiche Ausbildung. Natürlich kann es da auch die ein oder andere Herausforderung geben. Gerade für Jugendliche ist der Wechsel vom Schüler-Dasein in die Arbeitswelt manchmal ein Schock. Es ist uns wichtig, dass sowohl die Azubis als auch die Firmen wissen: Wir sind für sie da!“, so Christoph Nold, leitender Geschäftsführer der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen.
Ausbildungsberatung der IHK: Unterstützung für Azubis, Eltern und Betriebe
Die Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater der IHK-Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen unterstützen Unternehmen und Auszubildende bei allen Fragen rund um die duale Ausbildung. Sie beraten vertraulich, neutral und praxisnah und helfen dabei, Lösungen zu finden, bevor Probleme zu einem Ausbildungsabbruch führen. Die IHK erfüllt damit auch ihren gesetzlichen Auftrag, die Qualität der Berufsausbildung zu fördern und zu überwachen.
Jugendliche und ihre Eltern können sich beispielsweise an die Ausbildungsberatung wenden, wenn Unsicherheiten über Rechte und Pflichten in der Ausbildung bestehen, wenn es Schwierigkeiten im Betrieb oder in der Berufsschule gibt oder wenn Zweifel aufkommen, ob der gewählte Beruf wirklich der richtige ist. Auch bei Fragen zu Überstunden, zum Urlaubsanspruch, zur Vergütung oder zum Ablauf der Ausbildung stehen die Beraterinnen und Berater als Ansprechpartner zur Verfügung.
Besonders wichtig ist die Unterstützung bei Konflikten. Kommt es zu Spannungen zwischen Auszubildenden und Ausbildern, Problemen im Team oder Missverständnissen im Ausbildungsalltag, kann die IHK als neutrale Vermittlerin Gespräche begleiten und gemeinsam mit allen Beteiligten nach Lösungen suchen. Ziel ist es, das Ausbildungsverhältnis zu stabilisieren und eine erfolgreiche Ausbildung zu ermöglichen.
Auch wenn ein Ausbildungsabbruch oder ein Wechsel des Betriebs im Raum steht, sollten sich Jugendliche frühzeitig an die IHK wenden. Typische Anlässe für ein Beratungsgespräch reichen von Konflikten im Kollegium oder schulischen Problemen bis hin zu konkreten Fragen bezüglich Arbeitszeit, Vergütung oder ausbildungsfremden Aufgaben. Ebenso bietet die IHK Jugendlichen wie auch deren Eltern verlässliche Orientierung, wenn Zweifel am gewählten Ausbildungsweg aufkommen, ein Betriebswechsel ansteht oder Kündigungen und Aufhebungsverträge im Raum stehen. Die Beraterinnen und Berater zeigen klare Handlungsoptionen auf, informieren über rechtliche Rahmenbedingungen und unterstützen bei Bedarf aktiv bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz.
„Viele Probleme in der Ausbildung lassen sich lösen, wenn sie frühzeitig angesprochen werden. Die Ausbildungsberatung der IHK unterstützt Auszubildende, Eltern und Betriebe dabei, gemeinsam gute Wege zu finden und Ausbildungsabbrüche nach Möglichkeit zu vermeiden“, betont Barbara Keller, Referatsleiterin Beruf und Qualifikation.
Ansprechpersonen der IHK in Esslingen
Kaufmännische Berufe:
Birte Czaker, Telefon: 0711 39007-8360, E-Mail: birte.czaker@stuttgart.ihk.de
Michelle Preiß, Telefon: 0711 39007-8342, E-Mail: michelle.preiss@stuttgart.ihk.de
Gewerblich-technische Berufe:
Bernd Appel, Telefon: 0711 39007-8345, E-Mail: bernd.appel@stuttgart.ihk.de

