Notzingen. Sirenenalarm kündigten den Beginn der Hauptübung an, zu der Kommandant Benjamin Lay die Zuschauer bei der Gemeindehalle willkommen hieß. Die Jüngsten der Feuerwehr übernahmen den Auftakt der Vorführungen. Mit jugendlichem Elan rückten die Little red hot Chillies mit ihrem Löschanhänger an. Ihre Aufgabe war, mit einer Luftschutz-Eimerspritze ein kleines Feuer zu löschen. Bei den nachfolgenden Löschübungen kamen dann unterschiedliche Kübelspritzen zum Einsatz. Ihren Part schlossen die Kinder mit einem Löschangriff mit einem D-Strahlrohr und zwei D-Hohlstrahlrohren ab. Mit der Gründung der Kinderfeuerwehr leistet die Notzinger Feuerwehr Pionierarbeit in Baden-Württemberg und hat durch verschiedene Auftritte einen großen Bekanntheitsgrad erreicht.
Nachfolgend trat die Jugendfeuerwehr auf den Plan. In kürzester Zeit bauten die Mitglieder einem Löschangriff mit drei C-Rohren auf. Dabei kamen verschiedene Strahlrohre, eine Schnellangriff-Pistole und eine Hochdruck-Pistole zum Einsatz. Zudem wurden deren verschiedene Einstellmöglichkeiten gezeigt. Ebenso interessant war der Einsatz einer Löschlanze, die bei einem Strohballenbrand zum Einsatz kam sowie der Einsatz einer Sprüh-Platte mit der Gasflaschen gekühlt wurden. Zum Schluss zeigte die Jugendfeuerwehr, wie man mit zwei Hydroschildern eine Wasserwand aufbaut. Lautstarken Beifall der Zuschauer, unter ihnen Bürgermeister Sven Haumacher und der frühere Bürgermeister Jochen Flogaus, gab es sowohl für die Jüngsten und die Jugendfeuerwehr. Dies ist auch ein Zeichen für eine erfolgreiche, praxisorientierte Nachwuchsarbeit.
Eindrucksvoll vorgeführt wurde die breite Palette der Brandbekämpfung mit Wasser von der aktiven Wehr. Das umfasste die Vorführung eines Schnellangriffs, bei dem das gezielte Vorgehen der Einsatzkräfte unter Atemschutz aufgezeigt wurde. Dabei wurden auch verschiedene Strahlrohre vorgeführt. In einem weiteren Abschnitt demonstrierten die Feuerwehrleute das praxisgerechte Vorgehen eines Angriffstrupps unter Atemschutz bei einer Türöffnung im Brandfall. Auch der Einsatz der neuen Löschlanze durch ein vorbereitetes Loch wurde anschaulich demonstriert. Erstaunen unter den Zuschauern weckte die Funktionsweise einer Kellerdüse mit ihrer typischen vorwärtsgerichteten Kriechfunktion. Sie kommt zum Beispiel bei tunnelähnlichen Objekten zum Einsatz.
Nach dem Kühlen von Gasflaschen mithilfe einer Sprühplatte B war der nächste Programmpunkt der Löscheinsatz mittels Wasserwerfer auf dem Dach des Tanklöschfahrzeuges 8/18 mit seiner enormen Löschwirkung.
Eindrucksvoll gestaltete sich der Abschluss der Hauptübung. Hierbei kam die neue Drehleiter 23/12 der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim zum Einsatz. Mit dem am Korb der Drehleiter angebrachten Wasser-/Schaumwerfer wurde die Brandbekämpfung aus großer Höhe gezeigt.
Kommandant Benjamin Lay kommentierte nicht nur die einzelnen Übungsabschnitte fachkundig und detailliert, sondern erläuterte auch viel Wissenswertes über die Aufgaben und die Ausbildung der Feuerwehr.
