Kreis Esslingen. Beamte der Beratungs- und Interventionsgruppe gegen Rechtsextremismus (BIG Rex) haben zusammen mit Kollegen der Esslinger Kriminalpolizei im Landkreis Esslingen über 20 Personen aufgesucht. Es handelt sich um junge Männer, die mit der rechten Szene sympathisieren, Teil der Szene sind, in der Vergangenheit rechtspolitische Veranstaltungen besucht haben oder wegen entsprechender Straftaten in Erscheinung getreten sind. Die Straftaten reichen von Sachbeschädigungen über das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole bis zu volksverhetzenden Delikten und Straftaten mit schwersten Folgen.
Die Altersstruktur des angesprochenen Personenkreises bewegt sich zwischen 18 und 47 Jahren, wobei die Anfang-20-Jährigen den Schwerpunkt bilden. Primäres Ziel der Gespräche war es, den Männern Alternativen und Möglichkeiten eines Ausstiegs aufzuzeigen. „Das Ergebnis der jetzigen Anspracheaktion ist durchweg positiv zu bewerten“, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. In den Gesprächen hätte sich bereits eine Vielzahl der Personen von der rechten Szene distanziert. „Im Rahmen ihrer Möglichkeiten“ will die Polizei diesen Personenkreis auch weiterhin im Auge behalten.
Die BIG Rex ist Teil des Programms „Ausstiegshilfen Rechtsextremismus“. Der Grundgedanke besteht darin, sowohl polizeilich bekannte Sympathisanten wie auch Erst- und Mehrfachtäter anzusprechen, um sie zum Ausstieg aus der rechten Szene zu motivieren und gegebenenfalls zu unterstützen. Die BIG Rex ist beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg angesiedelt.lp
