Kirchheim. Auch in diesem Jahr sorgte das traditionelle Adventskonzert der Kirchheimer Musikschule wieder für eine annähernd voll besetzte Martinskirche. Das musikalische Programm bot umfänglichen Einblick in die vielfältige Ensemblearbeit der Institution. Der Spendenerlös dieser Veranstaltung kommt der Teckboten-Weihnachtsaktion zugute. Für einen feierlich strahlenden Auftakt mit Sweelincks Antiphonal „Hodie Christus natus est“ sorgten die prächtig aufgelegten Blechbläser von „Teckbrass“ unter der Leitung von Johannes Stortz.
Für die beiden Hauptchöre hatte Beate Hofmann-Mundl stimmungsvolles adventliches Repertoire ausgesucht. Von Anna-Maria Wilke an den Tasten begleitet, brachten die jungen Vokalisten Lieder wie „Es ist für uns eine Zeit angekommen“, „Engel haben Himmelslieder“ ebenso so gekonnt zu Gehör, wie das aus der Feder von Rolf Krenzer stammende „Licht einer Kerze“.
Mit dem Liederorchester, den „Streichhölzern“ und dem Jungen Kammerorchester konnte Takashi Otsuka den Hörern gleich drei hervorragende Streicherensembles unter seiner Stabführung vorstellen. Die jungen Musiker begaben sich auf eine musikalische Weltreise, die ausgehend von tradiertem deutschen Liedgut („Alle Jahre wieder“, „Schneeflöckchen, Weißröckchen“) einen Blick auch auf südeuropäische Folklore warf und schließlich mit der klangfarbigen Darbietung der „Appalachian Reflection“ in nordamerikanischen Gefilden ankam.
Mit „I will survive“ hatten Martina Wratschs „Windkids“ einen modernen, schön arrangierten Evergreen im Gepäck, den sie gleichermaßen souverän darboten, wie das nicht minder populäre „Guantanamera“.
Zurück in weihnachtliche Gefilde führte der Erwachsenen-Chor „Vocalitas“ unter Leitung von Astrid Sawilla, der gemeinsam mit Tabea Wolff, Annemarie Beck (Querflöten) und Angela Resemann (Violoncello), Georg Blumensaats „Erfreue Dich, Himmel“, der Volksweise „Es kommt ein Schiff geladen“ und Friedrich Heinrich Rankes „Herbei, o ihr Gläubigen“ rundum gelungene Interpretationen angedeihen ließ.
Einen großartigen konzertanten Schlusspunkt setzte das Symphonische Orchester der Musikschule unter dem Dirigat von Johannes Stortz. Als Solistin in Antonio Vivaldis Cello-Konzert a-Moll machte Tabea Hilser eine glänzende Figur, führte das Publikum gemeinsam mit dem Orchester durch eine von plastischen Gesten und packender Motorik geprägte Klangwelt.
Hörerschaft und Musiker vereinend, bildete das gemeinsam gesungene Lied „Maria durch ein Dornwald ging“ den Abschluss eines Konzerts, das hohes künstlerisches Niveau mit anspruchsvoller Unterhaltung zu vereinen wusste und die reichen Früchte einer engagierten musikpädagogischen Arbeit eindrücklich aufzeigte.
