Hydraulisches Rettungsgerät stand im Fokus der gut besuchten Schauübung der Holzmadener Feuerwehr
Holzmadener Wehr demonstriert Einsatzfähigkeit

Im Einmündungsbereich der Schul- in die Kirchheimer Straße, am „Säle“, führte die Holzmadener Feuerwehr eine Schauübung durch. Hierbei wurden eingeklemmte Personen gerettet, Brände gelöscht und das Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindert. Weilheims Kommandant Norbert Wahl, offizieller Beobachter des Manövers, freute sich über regen Zuspruch.

Holzmaden. Vor Einsatzbeginn begrüßte Kommandant Volker Bertsch die vielen Zuschauer per Mikrofon, informierte über Sinn und Zweck der Übung und kommentierte dann das Szenario. Übungsschwerpunkt war die technische Hilfeleistung mit – derzeit noch ausgeliehenem – hydraulischem Rettungsgerät.

Übungsannahme war, dass durch einen Verkehrsunfall jeweils eine Person in den Unfallfahrzeugen eingeklemmt wird. Während der Rettungsmaßnahmen entzünden sich auslaufende Betriebsmittel an heißen Fahrzeugteilen. Das Feuer ergreift die Dachkonstruktion eines Gebäudes. Hierin sind möglicherweise Personen eingeschlossen. Zudem besteht die Gefahr, dass Flammen auf die Nachbarhäuser übergreifen.

Zuerst traf der Mannschaftstransportwagen der Wehr am Einsatzort ein. Sogleich nahm Einsatzleiter Thomas Polster die Lageerkundung auf, während seine Kameraden beruhigend und „stabilisierend“ auf die eingeklemmten Personen einwirkten. Ein unter Schock stehender Fahrer konnte schnell befreit und mit fürsorglicher Hilfe einer Sanitäterin beruhigt werden. Dann wurde der fachmännisch geschminkte Proband den Helfern der DRK-Bereitschaft Weilheim zur medizinischen Versorgung übergeben.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug wurde in der oberen Kirchheimer Straße positioniert und die Mannen zogen mit dem Greifzug ein Auto aus dem Unfallbereich. Sodann konnten Werkzeug und Geräte in Stellung gebracht werden, um den Fahrer des zweiten Fahrzeugs zu befreien. Mit Schere und Spreizer des hydraulischen Rettungsgeräts wurde das Gefährt „aufgeschnitten“ – stets streng darauf bedacht, den Eingeschlossenen nicht zu verletzen. Schon bald war die Testperson erlöst und dem Roten Kreuz in Obhut gegeben.

Vor dem Kirchturm parkte das Löschgruppenfahrzeug. Die Feuerwehrleute nahmen unter Atemschutz die Suche nach eventuell im Inneren des „Säle“ eingeschlossenen Personen in Angriff. Andere Besatzungsmitglieder starteten zeitgleich von der Südseite des Gebäudes einen Löschangriff von außen. Die penible Gebäudeerkundung brachte glücklicherweise die Erkenntnis, dass sich keine Personen mehr darin aufhielten.

Weitere Einheiten fungierten – mit starker Unterstützung der Jugendfeuerwehr – als Sicherungstrupps für die Atemschutzträger, kümmerten sich um die Straßensperrung, nahmen weitere Brandbekämpfungen vor oder sorgten für die „Riegelstellung“ zu den angrenzenden Häusern. Dadurch wurde einem Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude vorgebeugt. Dem professionellen Vorgehen der Feuerwehrleute war umfänglicher Erfolg beschieden, sodass sich die Trupps alsbald den Aufräumarbeiten zuwenden konnten.

Bei der „Manöverkritik“ im Feuerwehrhaus dankte Kommandant Bertsch allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit, Klaus Bosler für die Ausarbeitung der Übung und den Küchenchefs Horst Kirschmann und Daniel Zechner für die Verpflegung der Manöverteilnehmer. Bosler ließ das Geschehen nochmals Revue passieren, während Kommandant Wahl aus Weilheim zur „gelungenen Übung“ gratulierte und Optimierungsvorschläge zum Besten gab. Auch Bürgermeister Jürgen Riehle lobte als „Erster Feuerwehrmann“ der Gemeinde das Manöver und wies noch auf wichtige Brandschutz-Vorhaben in Schule und Gemeindehalle hin.