Kreis Esslingen. „Bildung! Gleiche Chancen für alle“: So lautet der Leitgedanke des Ehrenamtspreises „Starke Helfer“ 2011, den die Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen zusammen mit dem Teckboten ausschreibt. Für den Preis bewerben können sich Gruppen, Organisationen und einzelne Menschen, die im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit einen Teil dazu beitragen, dass der Zugang zu Bildung in der Gesellschaft erleichtert wird. Die Leser des Teckboten können aber auch Einzelpersonen oder Gruppierungen vorschlagen, die ihrer Meinung nach den Preis verdient hätten.
Der Ehrenamtspreis steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Heinz Eininger. Als Preisgeld winken stolze 5 000 Euro. Im Verbreitungsgebiet des Teckboten wird der Preis bereits zum achten Mal an ehrenamtlich Engagierte vergeben, die sich freiwillig und ohne Gegenleistung auf herausragende Weise für ihre Mitmenschen starkmachen und so zum Vorbild für andere werden.
Im Fokus steht in diesem Jahr mit dem Bereich Bildung ein brandaktuelles Thema. Denn nach wie vor haben viele Menschen in Deutschland keinen ausreichenden Bildungszugang und damit deutlich geringere Chancen auf Entfaltung ihrer Talente und auf gesellschaftliche Anerkennung. Der Erfolg in Schule und Ausbildung hängt noch immer stark von der sozialen und ethnischen Herkunft ab. „Wir möchten all jene ,Starken Helfer‘ würdigen, die sich für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit einsetzen“, betont der Landrat.
Bewerben können sich alle, die sich zum Beispiel in Kindergärten, an Schulen, Hochschulen, im Rahmen von Mentoren- oder Lernpatenprogrammen, in Begegnungszentren, bei Hausaufgabenhilfevereinen, Vorleseinitiativen oder Stiftungen für politische Bildung engagieren – ganz egal, ob regelmäßig oder einmalig, ob in der Gruppe oder rein privat. Angesprochen sind beispielsweise aber auch junge Sprachförderer, die selbst aus Zuwandererfamilien stammen und regelmäßig Familien besuchen, um Kinder mit nicht deutscher Muttersprache schon im Vorschulalter sprachlich zu fördern. Bewerben können sich darüber hinaus Jugendliche, die Computerkurse für Ältere organisieren, Bibliothekare im Ruhestand, die einen Lesezirkel ins Leben rufen oder im Kindergarten vorlesen, Unternehmen, deren Mitarbeiter Experimentierkurse für Kinder anbieten, und viele mehr.
Wer sich bewerben oder ein Projekt vorschlagen möchte, sollte eine ausführliche Beschreibung der Initiative, die im Verbreitungsgebiet des Teckboten liegen sollte, auf maximal zwei DIN-A4-Seiten an den Teckboten senden. Die Adresse lautet: Der Teckbote, Alleenstraße 158, 73230 Kirchheim unter Teck. Bewerben kann man sich aber auch per E-Mail an redaktion@teckbote.de oder auf www.teckbote.de im Internet. Der Einsendeschluss wurde um zwei Wochen auf Samstag, 2. Juli, verlängert.
Aus allen Einsendungen wählt die Jury zehn Bewerber aus, die der Teckbote in den Sommermonaten in einer Artikelserie vorstellt und die darüber hinaus die Chance haben, auf Bundesebene mit dem Deutschen Bürgerpreis 2011 ausgezeichnet zu werden – denn die Kreissparkasse leitet die Teilnahmeunterlagen weiter. Abschließend bestimmen die Juroren aus den zehn Projekten die Hauptpreisträger.
