Jung und Alt feierten gemeinsam das Kult-Ur Open-Air an Pfingsten
Jung und Alt feierten gemeinsam das Kult-Ur Open-Air an Pfingsten

Kult-Ur Open Air Neidlingen / Weilheim . Band Apetown aus Kirchheim
Kult-Ur Open Air Neidlingen / Weilheim . Band Apetown aus Kirchheim
Weilheim. Rock in allen Varianten war am Pfingstwochenende einmal mehr in Weilheim zu hören. Gemeinsam genossen Rock-Fans das
17. Kult-Ur Open-Air. Einen gelungenen Auftakt feierte die Veranstaltung des Mehrgenerationenhauses Linde und der Kulturinitiative Teck in Weilheim am Freitagabend. Das begeisterte Publikum jubelte den Bands auf der Bühne zu. Fans begrüßten die erste Band „x²“, die zum traditionellen Auftakt des Open-Airs gehört, mit lautstarken Chorgesängen. Tanzeinlagen und – freiwillige – Bierduschen folgten mit dem Auftritt der zweiten Band. Die zu diesem Zeitpunkt bereits herrschende ausgelassene Stimmung sowohl von Band als auch vom Publikum setzte sich das Pfingstwochenende hindurch fort.

Insgesamt 17 Bands heizten an drei Abenden bis in die Nacht den Festival-Besuchern ein. Mit fort-schreitendem Abend, einbrechender Dunkelheit und sinkender Temperatur füllte sich das Zelt zunehmend. Die Menschenmenge im Zelt schien sich auch positiv auf die Stimmung der Gäste auszuwirken.

Trotz der ausgelassenen Atmosphäre stand die Sicherheit immer an erster Stelle. Auch bei wilden Tanzeinlagen und Mosh Pits halfen sich nicht nur die Tänzer gegenseitig, auch standen Sicherheitsleute bereit, die bei Bedarf sofort eingriffen.

Hartgesottene Festival-Besucher konnten seit Freitagnachmittag auf dem Campingplatz direkt auf dem Festivalgelände übernachten. Trotz Regens und kalter Nachttemperaturen verbrachte ein Großteil der Rock-Fans das verlängerte Wochenende in Zelten auf der Wiese.

Neben bekannten Headlinern wie den „V8Wankers“ am Freitag, den Briten „Templeton Pek“ am Samstag und „Rantanplan“ am Sonntag bekamen auch neue Bands wie die drei Gewinner des Wettbewerbs, der im Vorfeld des Open-Airs stattgefunden hatte, „Wild Garlic“, „Rising Flames“ und „Roll on the Holidays“, die Möglichkeit aufzutreten.

Der Schwerpunkt der Bandauswahl lag auf regionalen Künstlern aus Kirchheim und der weiteren Umgebung. So stammen Bands wie „Devil’s Degression“ und „Apetown“ aus Kirchheim, „Stahlmagen“ aus Göppingen und „Shotgun Express“ und „Ruby Shock“ aus Stuttgart.

Von Pop-Rock über Rock‘n‘Roll, Punk und Alternative hin zu Death-Metal gab es für das Publikum ein breites Musikspektrum zu hören. Der geplante Spielzeitrahmen der einzelnen Bands konnte aufgrund lautstarker Zugabe-Rufe der Festival-Besucher nicht eingehalten werden, da sie im Anschluss jeder Band erklangen.

Doch auch für die etwas ältere Generation und die Jüngsten war Musik dabei. Der Sonntag begann bereits um 11 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück. Hierfür war die Tanzfläche der vergangenen Abende mit Bänken und Tischen zugestellt worden.

Zum vierten Mal spielten die „Original Dettinger Hohlwegrutscher“ dieses Jahr beim Kult-Ur Open-Air vor einem bunt gemischten Publikum. Nicht nur war das eigentliche Zielpublikum der Hohlwegrutscher extra zum Frühschoppen auf das Open-Air gekommen, auch die Kleinsten feierten mit.

Der „boarische Schüttler“, bei dem mit Bierkisten für Rhythmus und Melodie gesorgt wurde, war für das ganze Festival charakteristisch: Eingefleischte Rock-Fans und Musiker brachten zusammen mit den Hohlwegrutschern die Bierkisten zum Erklingen. Ob Jung oder Alt, ob Rock- oder Volksmusik – das Publikum feierte gemeinsam das Wochenende hindurch und sorgte für eine gelungene Veranstaltung.