Lokales
Kirchheimer Gewerbegebiet Hegelesberg

Per Satzungsbeschluss wurde der Hegelesberg im Süden Kirchheims jetzt zum Gewerbegebiet. Ideal ist vor allem die Nähe zur Autobahn.

Irene Strifler

Kirchheim. Der Hegelesberg soll in Zukunft vor allem dem produzierenden Gewerbe dienen. Nur ausnahmsweise wird auch Wohnen zugelassen. Einzelhandel bleibt ausgeschlossen. Die Entfernung zur Innenstadt beträgt nur einen guten Kilometer.

Im Süden, also nahe dem Autobahnanschluss Kirchheim-West, besteht für einen Investor die Möglichkeit, ein Gebäude mit einer Höhe von bis zu 20 Metern zu errichten, das gleichsam als „Landmark“ den Stadteingang auf markante Weise signalisieren könnte. Um Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft im Umfeld generell gering zu halten, sind beleuchtete Werbeanlagen außen verboten.

Für Furore sorgten in der Vergangenheit die auf dem Hegelesberg lebenden Zauneidechsen, die aus artenschutzrechtlichen Gründen aufwendig umgesiedelt werden müssen. Auch eine archäologische Untersuchung steht demnächst an. Bislang wurde die Fläche überwiegend landwirtschaftlich genutzt.

Verkehrstechnisch wird sich im gesamten Umfeld einiges ändern, da die Nürtinger Straße verlegt und direkt mit der Hegelstraße und der Straße Kruichling verknüpft wird. Die alte Nürtinger Straße bleibt Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.

Stadtplaner Gernot Pohl teilte mit, dass gegenüber dem im April 2013 gefassten Auslegungsbeschluss nur wenig geändert wurde. Wichtigste Änderung ist die Tatsache, dass auf einer Fläche über dem Regenüberlaufbecken im nordwestlichen Bereich des Areals Stellplätze für die Bewohner des Wohngebiets Nägeles­tal ermöglicht werden sollen. Auch eine Bushaltestelle ist im Gewerbegebiet vorgesehen.

1987 rückte das Gebiet ins Blickfeld, als die Firma IKEA mit einer Ansiedlung liebäugelte. Weder damals noch beim zweiten Anlauf im Jahr 2007 konnten die Schweden landen, jeweils aus unterschiedlichen Gründen. 1992 war im Ratsrund sogar über die Option diskutiert worden, am Hegelesberg zusätzlich kleinere Gewerbebetriebe oder vielleicht ein Schulungszentrum oder gar einen „Spiel- und Sportpark“ anzusiedeln.