bau-pr. Enge Flure, kleine Zimmer, dunkle Ecken – in vielen Häusern und Wohnungen gibt es Räume und Zonen, die ein bisschen ein Schattendasein führen, die aber mit etwas Kreativität zu Orten mit hoher Wohnqualität werden können. Ein attraktiver Bodenbelag wie Parkett ist ein gutes Mittel, um auch kleine Räume ganz groß wirken zu lassen.
Damit der edle Holzbelag seine wohltuende Wirkung entfalten kann, gibt es einige Punkte zu beachten. Grundsätzlich sollte Parkett immer fest auf den Untergrund geklebt werden. Denn das bietet im Gegensatz zur sogenannten „schwimmenden“ Verlegung viele Vorteile. Vollflächig auf den Untergrund geklebtes Parkett ist stabil und erzeugt deutlich geringeren Raum- und Trittschall. Denn die feste Verbindung zwischen Untergrund und Bodenbelag verhindert die Bildung von Luftpolstern. Ein vollständig geklebter Parkettboden garantiert zudem eine effizientere Wärmeverteilung durch die Fußbodenheizung und erfüllt über viele Jahrzehnte seine Dienste. Denn die Holzdielen lassen sich in ihrem Lebenszyklus mehrmals abschleifen und wieder aufbereiten. Wer Bedenken hinsichtlich der Emissionen von Parkettklebern hat, kann beruhigt sein. Denn es gibt, wie die Initiative pik Parkett im Klebeverbund betont, längst eine große Auswahl an Klebstoffen, die besonders emissionsarm sind und daher der Wohngesundheit nicht entgegenstehen. Besonders zu empfehlen sind Produkte, die das Emicode-Zeichen führen. Sie sind vor allem im Hinblick auf die gesundheitsgefährdenden „Flüchtigen Organischen Verbindungen (VOCs)“ zu empfehlen. Das gilt übrigens auch für Öle, Wachse und Lacke, mit denen die Parkettoberfläche nach der Verlegung behandelt werden.
Holzmaserung und Fugenstruktur
Damit auch kleine Räume mit Parkett zu Wohlfühloasen werden, müssen die Verlegeart und Ausrichtung der Holzstäbe sorgfältig geplant werden. Nicht zuletzt spielt der Einfall natürlichen Lichts eine große Rolle. Werden die Holzstäbe zum Fenster hin ausgerichtet, entstehen optische Tiefe und ein gleichmäßiges Erscheinungsbild, bei dem Fugen und Kratzer gleichsam „geschluckt“ werden. Wird der Boden hingegen quer zur Lichtquelle verlegt, wirkt der Raum optisch breiter. Zudem werden die Holzmaserung und die Fugenstruktur betont. Bei der Verlegeart und Größe der Parkettstäbe gibt es unterschiedliche Ansichten, welche Muster für kleine Räume geeignet sind. Zahlreiche Fachleute empfehlen ruhige und gleichmäßige Muster wie etwa den “Englischen Verband” und dazu kleine Parkettstäbe zu verwenden. Andere Experten raten zu langen und breiten Dielen, weil sie mit weniger Fugen und somit optischen Unterbrechungen auskommen und dadurch großzügiger wirken. Auch das beliebte Fischgrätmuster wird für kleine Räume empfohlen, in der Regel mit kleineren Parkettstäben.
Holzsorten und -farben
Welche Wirkung Parkett erzielt, hängt entscheidend auch von der Wahl der Holzsorten und Holzfarben ab. In den meisten Fällen werden helle Hölzer wie Buche, Ahorn oder Birke für kleine Räume empfohlen, weil sie den Eindruck von Weite erzeugen. Aber auch die überaus beliebte Eiche mit ihrer markanten Maserung kommt in Frage, etwa wenn sie weiß geölt wird. Auch sollten Verbraucher bedenken, ob es eventuell sinnvoll ist, den Boden des kleinen Raums oder Flurs gleich zu gestalten wie in den großen Haupträumen. Ein durchgehend gleicher Bodenbelag mit fließenden Übergängen wirkt sehr großzügig. Hier bietet die vollflächige Klebung des Parketts einen weiteren großen Vorteil: Gegenüber der schwimmenden Verlegung kann man ohne störende Profile an den Übergängen durchverlegen.
Das Oberflächenfinish
Auch das Oberflächenfinish des Parkettbodens trägt maßgeblich zum Eindruck des Raums bei. Die früher beliebte Versiegelung mit glänzenden Oberflächen ist aus der Mode gekommen. Matte oder seidenmatte Oberflächen wirken edel und haben eine beruhigende Wirkung auf den Raum. Wer das Gegenteil liebt und es eher lebendig bis schrill haben möchte, kann mit diversen Grundierungen, Ölen und Lacken in verschiedenen Farben den gewünschten Effekt erzielen.
Die Wirkung des Bodenbelags in kleinen Räumen kann durch andere Gestaltungsmittel ergänzt werden. Wer mehr optische Tiefe erreichen möchte, erreicht durch den Einsatz von Spiegeln, 3-D-Drucken oder Fototapeten an der Wand viel. Wichtig ist, dass diese Stilmittel insgesamt zur Einrichtung passen und den Raum nicht überfrachten.

