Der Film Club Teck blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück
Kleine Zeitreise mit vielen Höhepunkten

Mal ganz ehrlich: Die Jahreshauptversammlung spielt innerhalb eines Vereinslebens nicht gerade eine prickelnde Rolle. Sie muss aber sein, die Statuten verlangen es. Die machen auch beim Film Club Teck keine Ausnahme, dessen Vorstand nutzte die Gelegenheit zu einer kleinen Zeitreise mit den Filmern und Fotografen.

Dettingen. Auf ein „erfolgreich verlaufenes Jahr“ blickte Helmut Kohlhammer zufrieden zurück. Der Clubleiter des FCT verband die Freude darüber mit einem Dank an alle Mitglieder, die zum harmonischen Miteinander beigetragen hatten, sowie mit einer besonderen Würdigung seiner Vorstandskollegen.

Der gute Ruf des Clubs kommt nicht von ungefähr und wirkt sich auch auf den „Zuwachs“ aus: Gleich drei neue Mitglieder konnten im abgelaufenen Vereinsjahr willkommen geheißen werden. Das ist angesichts der demografischen Entwicklung und des bei allen Filmclubs höheren Altersdurchschnitts schon von Bedeutung.

Helmut Kohlhammer lenkte den Blick aber auch darauf, dass es zwar ein „ganz normales Jahr“ gewesen sei, in dessen Verlauf aber der Film Club Teck doch einiges auf die Beine gestellt habe. Dazu gehörten die regelmäßigen Clubabende, die mit inte­ressanten Themen nahezu komplett aus eigener Kraft gestaltet und immer wieder von Gästen besucht wurden. Unterstützung von außerhalb gab es lediglich einmal, als ein junger Regisseur und Drehbuchautor aus seiner Praxis berichtete.

Im Gegenzug war der FCT aushausig und gestaltete beispielsweise Programme bei anderen Clubs und war erstmals Ausrichter eines Reisefilmabends an ungewöhnlichem Ort: in der Omnibushalle des Weilheimer Reiseunternehmens Franz Buck. Der Anklang war so groß, dass es in diesem Jahr eine Fortsetzung geben wird. Schon längst zur Tradition geworden ist der Gemeindefilmabend in der Dettinger Schlossberghalle zum Jahresauftakt. Und auch die Film-Matinee in Kirchheim kommt an: Zum dritten Mal waren die Cent­ral-Lichtspiele voll besetzt. Das spornt an und ist im neuen Jahresprogramm ebenfalls wieder zu finden.

Ansporn durften auch jene Clubmitglieder erleben, die sich der He­rausforderung eines Wettbewerbs stellten. Dabei wurde mit unterschiedlichen Ergebnissen die gesamte Bandbreite bedient: Regionalwettbewerb, Weitermeldung zum Landeswettbewerb, Sprung auf die Bundesebene und von den Bundesfilmfestivals der verschiedenen Genres auch im letzten Jahr wieder die Einladung zur DAFF. Mit zwei Filmen waren FCT-Autoren bei den deutschen Autoren-Filmfestspielen vertreten, diesmal im hessischen Seligenstadt. Hinzu kommt, dass Clubmitglieder auch als Juroren aktiv sind, bis hin zur Funktion des Juryleiters.

Entspannter geht es im geselligen Bereich zu. Es gab eine Tagesausfahrt ins Elsass und ein abwechslungsreiches Ferienprogramm, wobei selbst in dieser Zeit FCT-Mitglieder für den Club aktiv waren: Sie zeichneten im vergangen Jahr für entsprechende Angebote der Gemeinde Dettingen sowie der Familien-Bildungsstätte Kirchheim verantwortlich. Muss erwähnt werden, dass auch hier wieder erfolgreich gearbeitet wurde? Sicher nicht.

Der FCT-Vorsitzende würdigte ein „ereignisreiches Vereinsjahr“, aber auch die sich „so gut ergänzende Zusammenarbeit“ mit dem gesamten Vorstand. Aus dessen Reihen sparte der stellvertretende Clubleiter Lutz Schulze nicht mit Anerkennung für Helmut Kohlhammer und dessen unermüdlichen Einsatz. Und es fehlte auch nicht am Beifall der Anwesenden.

Schriftführer Karl-Heinz Kosmalla ist nicht nur fürs Protokoll zuständig, sondern kümmert sich auch intensiv um die Aktualisierung der FCT-­Homepage. Seinem Bericht war zu entnehmen, dass er unter www.filmclub-teck.de die Besonderheiten des Clubs in die Welt hinausträgt. Das Lob dafür blieb nicht aus. Anerkennung gab es auch für die penible Arbeit des Schatzmeisters Gunter Barner, der detailliert Soll und Haben aufzeigte. Für die Kassenprüfer Hanni Wachutka und Lothar Bogsch bescheinigte Letzterer eine nicht zu beanstandende Kassenführung. Und so konnte Versammlungsleiter Werner Rothenöder generell nur feststellen, „alle haben viel und gut gearbeitet“. Die Entlastung der Gesamtvorstandschaft erfolgte dementsprechend einstimmig. Ebenso die Wahl von Herbert Kaiser als Kassenprüfer im rollierenden System. Großes Bedauern löste die Nachricht von Rolf Horst aus, dem Club demnächst nicht mehr als „Archiv-Fotograf“ zur Verfügung stehen zu wollen. Seit 1999 dürfte er rund 11 000 Fotos für den FCT gemacht haben. Eine Nachfolger-Regelung gibt es noch nicht.

An neuen Aufgaben für den Film Club Teck fehlt es dagegen nicht. Als nächstes steht der Regionalwettbewerb an, der am 17. Februar in Dettingen auszurichten ist. Dann gibt es 2013 viele interessante Clubabende (Details dazu auf der FCT-Home­page) und im Rhythmus von vier Jahren ist auch wieder das Landesfilmfestival zu stemmen. Das steht zwar erst im März 2014 an, aber in die Vorbereitungen dazu stürzten sich die FCTler noch am Abend nach der Hauptversammlung.