Lenningen. Kommandant Günther Hummel vermerkte mit Stolz: „365 Tage rund um die Uhr waren wir einsatzbereit für die Lenninger Bürger“. Einziger Wermutstropfen bei der Zusammenkunft war die allgemein bedauerte, aber nicht zu vermeidende Schließung der Abteilung Schlattstall zum Ende des abgelaufenen Jahres.
Günther Hummel ging in seiner Ansprache auf die vielfältigen Aktivitäten der Lenninger Gesamtwehr ein, wobei er nicht verhehlte, dass es ihn zuweilen ärgere, mit welcher Selbstverständlichkeit die Bevölkerung teils das ehrenamtliche Wirken der Feuerwehr als „gegeben“ betrachte. Im Rathaus habe der Wechsel des Ansprechpartners der Feuerwehr von Amtsleiter Braun auf seinen Nachfolger Rudolf Mayer gut geklappt.
Stellvertretender Kommandant Michael Eberle listete die 30 Einsätze der Feuerwehr im Jahr 2011 nach Monaten und Art des Einsatzes detailliert auf. Herausragend sei die „Überlandhilfe“ am 27. November wegen brennender Strohballen auf einem Hof in Erkenbrechtsweiler gewesen.
Kommandant Hummel bezifferte die Zahl der Feuerwehrleute auf 125 Aktive, einschließlich Jugendfeuerwehr und Altersabteilung auf 197. Die Abteilung Schlattstall habe leider zum Jahresende geschlossen werden müssen, da kein Stellvertreter für den Kommandanten gefunden werden konnte. Die Aufgaben gingen nun auf die Gutenberger Feuerwehrleute und partiell auf die Abteilung Lenningen über.
Nur Gutes wusste Jugendleiter Clemens Löw über die Jugendfeuerwehr zu berichten. Für eine erfolgreiche Jugendarbeit sei es unerlässlich, mit einem attraktiven Programm die Begeisterung schon bei den Viertklässlern zu wecken. Deshalb wäre man bemüht, neben den wöchentlichen Übungen durch Aktivitäten wie das Kreiszeltlager oder die Teilnahme an Fußballturnieren eine bunte Angebotspalette zu bieten.
Putzmunter zeigten sich auch die Senioren. Hans Pauer von der Altersabteilung führte die vielfältigen Unternehmungen für sein Klientel auf. So standen neben dem „Dienst nach Bedarf“ ein Tagesauflug nach Isny, das Kameradschaftstreffen in Dettingen, eine Wanderung nach Beuren und der Besuch des Ulmer Weihnachtsmarkts auf dem Programm. Sämtliche Funktionsträger wurden sodann auf Vorschlag von Bürgermeister Michael Schlecht einstimmig entlastet.
Der Bürgermeister brachte die Grüße des Gemeinderats mit und umschrieb die Bilanz seiner Floriansjünger als „gut und außergewöhnlich“. Erfolgreiche Feuerwehrarbeit werde vom guten Zusammenspiel der drei tragenden Säulen Feuerwehrleute, Gemeinderat und Verwaltung geprägt. In den nächsten Jahren stünden Fahrzeugbeschaffungen für rund 700 000 Euro an. Hierfür sei Konsens gegeben. Der auch von ihm bedauerten Schließung der Abteilung Schlattstall schloss der Schultes ein Dankeschön und die Einladung zu einem „letzten Kameradschaftsabend“ an.
Bei den Ehrungen konnten Jochen Lude, Rolf Widmann, Wolfgang Frasch, Jochen Ehni und Gerhard Griesinger für ihren 25-jährigen Dienst in der Einsatzabteilung mit dem Ehrenzeichen des Landes in Silber ausgezeichnet werden. Das Ehrenzeichen in Gold erhielt Fritz Kächele aus Schopfloch für 40 Jahre Dienst als aktiver Feuerwehrmann. Durch die Gemeinde wurde Andreas Eberle für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Feuerwehr geehrt. Daneben durfte Jürgen Rupp die Beförderung zum Brandmeister entgegennehmen.
Zuletzt würdigte der Bürgermeister Abteilungskommandant Andreas Metzger und seinen Stellvertreter Andreas Gräter von der aufgelösten Schlattstaller Wehr für ihr ehrenamtliches Engagement. Mit einem Ausblick auf anstehende Aufgaben und Termine schloss Günther Hummel die Veranstaltung.
