Basketball

120 Sekunden fehlen zum Heimsieg

Basketball Trotz Fünf-Punkte-Führung kurz vor Schluss: Die Kirchheim Knights unterliegen in der Pro A den Bayer Giants aus Leverkusen mit 77:84.

Kaum ein Durchkommen: Die Kirchheim Knights um Dajuan Graf (rechts) haben bei der 77:84-Heimpleite gegen die Bayer Giants das Na
Kaum ein Durchkommen: Die Kirchheim Knights um Dajuan Graf (rechts) haben bei der 77:84-Heimpleite gegen die Bayer Giants das Nachsehen. Foto: Tanja Spindler

Ein Spiel der Kategorie „unnötige Niederlage“: Nach einer spannenden und kampfbetonten Partie mussten sich die Kirchheim Knights am Samstagabend in der Sporthalle Stadtmitte gegen die Bayer Giants aus Leverkusen mit 77:84 geschlagen geben. In der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga rutschen die Teckstädter somit auf Platz elf. Da jedoch auch die Konkurrenz aus Hagen und Nürnberg ihre Spiele verloren geben musste, bleibt es weiterhin spannend im Rennen um die Playoff-Plätze.

Wie schon so oft in dieser Saison kamen die Kirchheimer Korbjäger nur schwer aus den Startlöchern und gerieten schon nach kurzer Zeit in Rückstand. Eine frühe Auszeit von Head-Coach David Rösch zeigte dann allerdings schnell Wirkung. Die Ritter fanden besser in ihren Rhythmus und glichen kurzzeitig aus. Eine starke Schlussphase im ersten Viertel sicherte den Gästen aus Leverkusen aber dennoch die 21:14-Führung nach den ersten zehn Minuten.

Anschließend entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften duellierten sich mit hoher Intensität, was auf beiden Seiten zu wiederholten Ballverlusten führte. Einen wirklichen Vorteil daraus konnte jedoch kein Team schlagen, was für eine knappe 40:35-Halbzeitführung der Giants sorgte.

Ballverluste kosten den Erfolg

Die Kabinenansprache David Röschs schien dann aber recht zügig Wirkung zu zeigen: Mit mutigerer Körpersprache und unbedingtem Willen, das Spiel zu gewinnen, starteten die Knights in ihre beste Spielphase und dominierten die Partie bis weit ins vierte Viertel hinein. Der Knackpunkt: Eine hohe Führung und die damit verbundene Vorentscheidung gelang den Teckstädtern dabei jedoch nicht. Trotzdem gingen die Gastgeber mit fünf Zählern Vorsprung in die letzten 120 Sekunden der Partie. Zwei Ballverluste warfen die Kirchheimer dann aber nicht nur aus der Bahn, sondern ließen darüber hinaus die Leverkusener nochmals Hoffnung schöpfen.

Wenig Bewegung und zurückhaltendes Spiel führten zu schlechten Wurfoptionen der Knights - und zur Leverkusener Führung. Der bärenstarke Nino Celebic, mit 22 Punkten und einer hundertprozentigen Wurfquote der Mann des Abends, verwandelte mit Ablauf der Wurfuhr einen Dreier zur Sechs-Punkte-Führung der Giants. Diesem Nackenschlag konnten die Ritter in den letzten Sekunden nichts mehr entgegensetzen.

„Wir haben zu lange gebraucht, um ins Spiel zu finden. Danach hatten wir die Partie zwar sehr gut im Griff, haben aber nie zum entscheidenden Schlag ausgeholt. Am Ende hat sich das dann gerächt. In diesem Spiel haben die kleinen Details den Ausschlag gegeben“, sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt nach der Partie, „trotzdem können wir einige positive Dinge in den Doppelspieltag mitnehmen“. Am kommenden Wochenende treffen die Knights zunächst am Freitagabend um 20 Uhr zuhause auf Heidelberg, bevor es sonntags zu Tabellenführer Chemnitz geht. cs

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