Basketball

Abstiegsangst gegen letzte Hoffnung

Basketball Im morgigen Spiel der Knights beim Tabellenvorletzten in Hanau müssen beide Teams gewinnen, um ihre unterschiedlichen Ziele im Auge zu behalten.

Spielt er oder spielt er nicht? Keith Rendlemans Knöchel bereitet den Knights Kummer.Foto: Tanja Spindler
Spielt er oder spielt er nicht? Keith Rendlemans Knöchel bereitet den Knights Kummer.Foto: Tanja Spindler

Fünf Spiele sind es noch bis zum Beginn der Finalrunde in der Pro A. Auf Kirchheims Basketballer wartet am morgigen Samstag (19 Uhr) beim Tabellenvorletzten in Hanau eine undankbare Aufgabe. Ein Sieg ist Pflicht, will man den Druck auf die Play-off-Kandidaten davor in der Tabelle aufrechterhalten. Doch die Hanauer haben in dieser Saison schon für die eine oder andere Überraschung gesorgt.

Vier Punkte trennen die Knights von Platz acht, der die Teilnahme an den Play-offs bedeuten würde. Bevor die Ritter auf Schützenhilfe hoffen dürfen, müssen sie ihre eigenen Hausaufgaben erledigen. Beide Gegner sind heute zum Siegen verdammt, denn auch die Hanauer trennen vier Punkte von einem Nichtabstiegsplatz.

Die Hanauer Bilanz mit nur sieben Erfolgen ist mager und trotzdem beeindruckend: Zwei Siege gegen den Tabellenzweiten Heidelberg, ein Auswärtssieg in Hagen und ein 95:55-Kantersieg in Trier zeigen: Wenn es bei den White Wings läuft, dann richtig. Über die nötige individuelle Klasse verfügt die Mannschaft zweifellos: Im Januar verpflichteten die Hanauer mit dem Ex-Kirchheimer Bryan Smithson einen erfahrenen Mann für das Aufbauspiel. Mit ihm kam mehr Struktur ins schnelle Spiel der Westfalen, auch wenn sich dies in den Ergebnissen bisher noch nicht abgezeichnet hat.

Wie ein Spiegelbild der gesamten Saison erschien das Heimspiel am vergangenen Freitag gegen Tübingen. Die Hanauer führten lange und deutlich, bevor Tübingen in der Schlussphase ausglich und sich in der Verlängerung beide Punkte sicherte. Im Parallelspiel der Konkurrenz aus Schalke führten hingegen die Towers aus Hamburg ebenso lange und deutlich, bevor sich die Schalker in die Verlängerung retteten und in der Overtime zwei lebenswichtige Punkte ergatterten. Bei umgekehrtem Verlauf stünden beide Teams punktgleich in der Tabelle und hätten am vorletzten Spieltag mit ziemlicher Sicherheit den Abstieg im direkten Duell unter sich ausgemacht.

Ob es dazu dennoch kommt, dürfte sich für die Hanauer morgen gegen Kirchheim entscheiden. Vieles davon wird von der Treffsicherheit ihres Topscorers Luc Choice abhängen. Der wurfgewaltige Guard erzielt im Schnitt pro Partie 15 Punkte und ist aus der Distanz brandgefährlich. Ihm stehen mit Dorian Pinson (12,6) und Till Jönke (11,5) weitere gefährliche Werfer zur Seite. „Hanau ist ein völlig unberechenbarer Gegner, der alles auf dem Feld lassen wird, um das Spiel zu gewinnen“, sagt Knights-Coach Mauricio Parra. „Ich erwarte ein hart umkämpftes Spiel, in dem beide Mannschaften an ihre Grenzen gehen müssen.“

Aufseiten der Knights wird es erneut eine Frage der Kraft werden. Mit Keith Rendleman (Sprunggelenk) und Phillip Daubner (Rückenverletzung) fielen gegen Schalke zwei Leistungsträger aus. Bei beiden ist noch immer unklar, ob sie gegen Hanau auf dem Feld stehen werden.cs

Im Fanbus sind noch Plätze frei

Kurzentschlossene haben noch die Chance, beim Auswärtsspiel der Knights in Hanau dabei zu sein. Im Mannschaftsbus sind noch wenige Plätze frei. Für Mitglieder der Knights-Supporter kostet die Fahrt 17, für Nichtmitglieder 24 Euro. Die Tickets im Gästeblock in der Hanauer Halle kosten elf Euro beziehungsweise neun Euro ermäßigt. Anmeldungen sind beim Fanklub-Beauftragten Robin Storm unter 0 15 73/6 27 17 97 oder unter 0 71 23/93 34-0 möglich. Abfahrt ist am Samstag um 12.30 Uhr an der Sporthalle Stadtmitte.tb

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