Basketball

Chemnitz spielt seine Rolle souverän

Basketball Die Knights halten beim Tabellenführer nur eine Halbzeit lang gut mit. Die Niners entscheiden beim 88:71 das Spiel dank einer starken Dreierquote für sich.

Die beiden Topscorer im Bodenkampf: Malte Ziegenhagen (links) und Kirchheims Rhondell Goodwin waren am Samstag beide mit 19 Punk
Die beiden Topscorer im Bodenkampf: Malte Ziegenhagen (links) und Kirchheims Rhondell Goodwin waren am Samstag beide mit 19 Punkten die besten Werfer.Foto: Peter Zschage

Ohne echte Chance blieben Kirchheims Zweitliga-Basketballer beim 71:88 am Samstagabend in Chemnitz. Gegen den Tabellenführer der Pro A hielten die Knights nur eine Halbzeit lang gut mit. Nach einem 19:19 im ersten Viertel und einem 38:46 zur Halbzeit dominierten die Hausherren das Spiel nach der Pause klar. Für einen Lichtblick auf Kirchheimer Seite sorgte Jalen Canty, der zuletzt häufig enttäuschte und gestern mit 15 Punkten und sechs Rebounds einer der Stärksten auf dem Feld war.

Der Optimismus auf Seiten der Knights war groß, trotz der klaren Rollenverteilung. Nach dem Heimsieg gegen Nürnberg und den knappen Niederlagen gegen Topteams war das Selbstvertrauen da. Nicht zuletzt aufgrund des Hinspiels, das man gegen die Niners zuhause nur knapp mit 60:66 verloren hatte. Doch der Glaube an einen Auswärtssieg überdauerte nur eine knappe Halbzeit lang.

In einer völlig ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Kirchheimer immer wieder die Führung. Nachdem Keith Rendleman nach zwei frühen Fouls auf die Bank musste, übernahm Jalen Canty Verantwortung unterm Korb. Der Rookie, der in den ersten Saisonmonaten hauptsächlich im Training glänzte und bis auf das Auswärtsspiel in Tübingen seine Leistung viel zu selten im Spiel abrufen konnte, sorgte mit guten Offensivaktionen für eine 15:7-Führung.

Chemnitz-Coach Rodrigo Pastore reagierte mit einer Auszeit, aus der seine Mannschaft wie verwandelt zurückkam. Zwei Dreier von Topscorer Malte Ziegenhagen sorgten für den Ausgleich innerhalb von wenigen Minuten, und die Niners waren von nun an am Drücker. Rohndell Goodwin, der mit 19 Punkten am Ende erneut erfolgreichster Kirchheimer Werfer war, brachte mit fünf schnellen Zählern seine Mannschaft zwar wieder heran. Doch beim 30:28 Mitte des zweiten Viertels gingen die Knights letztmals in Führung. Danach war es der Tabellenführer, der klar das Spiel diktierte. Mit Ablauf der Uhr verwandelte Kavin Gilder-Tilbury einen Dreier zum 46:38-Halbzeitstand.

Kirchheims Defensive machte einen guten Eindruck, doch Chemnitz traf selbst schwierige Würfe hochprozentig. Das unterstreicht eine Dreierquote von 64 Prozent bis zur Halbzeit. Mit einem wachsenden Vorsprung im Rücken wurden die Sachsen immer sicherer. Der Rückstand der Knights wuchs auf über 20 Punkte an. Zwar steckten die Gäste nie auf, doch Chemnitz brachte die Partie routiniert zu Ende, auch wenn die Kirchheimer den Schlussabschnitt mit 21:21 ausgeglichen gestalteten.

„Es gibt Spiele, da muss man einsehen, dass der Gegner besser war“, zeigte sich Kirchheims Headcoach Mauricio Parra als fairer Verlierer. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit gut gehalten, aber dann den Faden verloren.“ Ein Extralob vom Trainer gab es für Jalen Canty, der seine guten Trainingsleistungen endlich aufs Spiel übertragen konnte. „Natürlich hoffen wir, dass er darauf jetzt aufbauen kann“, meinte Parra.

Nächster Gegner am Samstag in Kirchheim ist der Tabellenvorletzte Baunach. Ein Sieg ist fast schon Pflicht. Denn klar ist: In dieser Saison gibt es nichts zu verschenken. cs

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