Basketball

Das Derby wird zum Spektakel

Basketball Die Knights bezwingen in einem packenden Spiel den Lokalrivalen aus Tübingen mit 89:74. Trotz des klaren Ergebnisses wird es am Ende noch einmal eng.

Eine fast schon gewohnte Pose des kleinen Amerikaners: Jalan McCloud war für die Kirchheimer gegen Tübingen wieder einmal „Man o
Eine fast schon gewohnte Pose des kleinen Amerikaners: Jalan McCloud war für die Kirchheimer gegen Tübingen wieder einmal „Man of the match.“‚Foto: Tanja Spindler

Kirchheims Zweitliga-Basketballer feiern den ersten Heimsieg im neuen Jahr - und was für einen: Vor der Rekordkulisse von mehr als 1 400 Zuschauern haben die Knights am Freitagabend den Lokalrivalen aus Tübingen mit 89:74 bezwungen. Damit richten die Ritter nach einer Serie von acht Siegen aus den letzten zehn Spielen ihren Blick auf die Top acht der Tabelle. Eine erneut geschlossene Mannschaftsleistung und knisternde Spannung im Schlussviertel sorgten für Gänsehautmomente, und der Kirchheimer Anhang für den passenden Rahmen. „Wir können stolz sein auf unsere Fans“, meinte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt nach dem Spiel. „Als es zu Beginn der Saison nicht lief, wurden wir nach knappen Niederlagen mit Standing Ovations unterstützt. Jetzt dieses Spiel mit dieser unglaublichen Stimmung.“

Dabei hatte die Partie mit einem Rückschlag begonnen. Point Guard Dajuan Graf fehlte verletzt. Ihn ersetzte Nico Brauner in der Start-Fünf. Der Plan der Teckstädter war schnell zu erkennen: Die Gastgeber wollten ihre Überlegenheit unter den Körben nutzen, deshalb lief viel über Routinier Andi Kronhardt. Der erfahrenste Kirchheimer sorgte für einen glänzenden Start. Acht Punkte im ersten Viertel gingen auf sein Konto. Am Ende waren es 13 Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists.

Doch die Tübinger fingen sich und kamen bis zur Viertelpause auf 23:26 heran. Im zweiten Durchgang erhöhten die Knights die Intensität in der Defensive. Keith Rendleman, der seit Wochen in bestechender Form spielt, gab in der Defensive den Ton an und leitete durch Ballgewinne einige Schnellangriffe ein. Dabei schlich sich auch der eine oder andere Fehler zu viel ein. Dennoch dominierten die Kirchheimer das Spielgeschehen und zogen bis zur Halbzeit auf 49:37 davon.

Im dritten Viertel folgte die schwächste Phase der Gastgeber. Tübingen stellte auf Zonenverteidigung um und damit die Knightsvor Probleme. Zu wenig Bewegung und überhastete Abschlüsse aus der Distanz prägten die ersten Minuten nach der Halbzeit. Doch Kapitän Jalan McCloud übernahm Verantwortung und sorgte für wichtige Zähler in dieser Phase. Mit 19 Punkten wurde der Guard zum Topscorer der Partie. Dennoch rückten die Tigers bis auf sieben Punkte an die Knights heran (64:57). Im Verlauf des vierten Viertels sollte es dann noch einmal eng werden. Im Schlussabschnitt schlichen sich Fehler ein, die Tübingen direkt bestrafte. Plötzlich war der Gegner auf drei Zähler dran. Doch die Knights behielten die Nerven und setzten in den letzten vier Minuten zum Schlussspurt an. Ein 14:3 Lauf beendete die Hoffnungen der mitgereisten Tübinger Fans jäh.

„Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, die sich heute als absolute Einheit präsentiert hat“, meinte Kirchheims neuer Coach David Rösch. „Die Unterstützung der Fans war fantastisch und heute ein Schlüssel zum Erfolg.“ Der kommende Spielplan mit zwei englischen Wochen wird nun zum Härtetest. Bereits am Mittwoch steht das Auswärtsspiel in Rostock an. Die Seawolves sorgten vergangene Woche mit der Verpflichtung des Ex-Bundestrainers Dirk Bauermann für Aufsehen.cs

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