Basketball

Das halbe Dutzend ist voll

Basketball Die Kirchheim Knights feiern beim 87:79 gegen den Tabellenzweiten in Jena den sechsten Sieg in Folge und rücken damit auf den dritten Tabellenplatz vor.

Unter dem Korb nicht zu bezwingen: Max Mahoney und die Knights. Foto: Christoph Worsch
Unter dem Korb nicht zu bezwingen: Max Mahoney und die Knights. Foto: Christoph Worsch

Die Basketballer der Kirchheim Knights sorgen weiterhin für Furore in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten aus Jena zeigten die Ritter von Beginn an, auf welcher Mission sie sich befinden: Der 87:79-Erfolg war der sechste innerhalb von gerade einmal 21 Tagen.

Angetrieben von der Spielfreude, die sich in den vergangenen Wochen entwickelt hatte, übernahmen die Teckstädter schnell das Kommando. Vor allem die Guards spielten im ersten Abschnitt eine entscheidende Rolle. Während bei Jena von außen das Wurfglück fehlte, waren Tim Koch (acht Punkte), Kyle Leufroy und Richie Williams (beide je sechs) treffsicher. Doch es war vor allem die Defensive, die mit hoher Intensität und Laufbereitschaft zu überzeugen wusste und für die 24:14-Führung sorgte.

Es folgte die schwächste Phase im Knights-Spiel. Max Mahoney, der sich früh zwei persönliche Fouls einhandelte, und die etablierten Kräfte Andi Kronhardt und Till Pape, die eine Verschnaufpause benötigten, mussten auf die Bank. Die Jenaer fanden nun immer häufiger Lücken in der Kirchheimer Verteidigung und nutzten diese, einer Spitzenmannschaft entsprechend, eiskalt aus. Punkt um Punkt näherten sich die Hausherren und eroberten die Führung zurück. Die Guards Kasey Hill und Zamal Nixon sorgten für einfache Jenaer Zähler. In die Halbzeitpause ging es mit einem Zwischenstand von 39:37 für die Gastgeber.

Nach dem Start ins dritte Viertel ergriffen erneut die Teckstädter die Initiative und holten sich die Führung zurück - und sollten sie auch nicht mehr abgeben. Die Schwaben spielten mit viel Energie und provozierten zusehends schwierige Würfe auf Seiten der Jenaer. In der eigenen Offensive lief der Ball hingegen flüssig. Die Center Pape, Kronhardt und Mahoney wurden nun häufiger gefunden. Immer wieder attackierten die Knights erfolgreich und wurden durch die 65:59-Führung nach drei Vierteln belohnt.

Im Schlussabschnitt wuchs die Führung zwischenzeitlich auf zehn Zähler, aber die Jenaer ließen sich noch nicht endgültig abschütteln und kämpften verbissen weiter. Richie Williams, der mit 15 Punkten, neun Assists und zehn Rebounds nur haarscharf an einem Triple Double vorbeischrammte, und Karlo Miksic überlassen, wussten in den entscheidenden Momenten das Tempo zu variieren und brachten so den verdienten Sieg über die letzten Spielminuten.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Jungs. Was sie in den letzten Wochen an Energie und Enthusiasmus gezeigt haben, ist unglaublich“, lobte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt, „2ir haben noch einige Aufgaben vor uns und wollen die auf die gleiche Art und Weise angehen.“ Am kommenden Samstag treffen die Teckstädter in der heimischen Sporthalle Stadtmitte auf Paderborn - übrigens der Gegner, der den Knights die letzte Niederlage vor der Siegesserie beibrachte: 87:96 hatte es fünf Tage vor Weihnachten geheißen. cs

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