Basketball

Der VfL steht am Scheideweg

Basketball Nur bei einem Heimsieg morgen gegen Team Urspring können Kirchheims Oberliga-Korbjäger weiter von der Aufstiegsrelegation träumen.

Quo vadis, VfL? Das Team um Abteilungsleiter Marco Wanzke (am Ball) erwartet eine wegweisende Partie. Foto: Markus Brändli
Quo vadis, VfL? Das Team um Abteilungsleiter Marco Wanzke (am Ball) erwartet eine wegweisende Partie. Foto: Markus Brändli

Im zweiten Spitzenspiel nacheinander empfangen die Oberliga-Basketballer des VfL am morgigen Sonntag ab 17.30 Uhr die junge Truppe des Teams Urspring. Besonderheit: Die Gäs­te bestreiten bereits am heutigen Samstag ein Oberligaspiel.

Nach dem Heimsieg gegen den Tabellennachbarn BG Remseck und dem Sprung auf Platz drei kommt morgen der Tabellenzweite in die Sporthalle Stadtmitte. Die nach BB Ulm II zweitjüngste Mannschaft der Liga hat erst zweimal in dieser Saison verloren. Das allerdings am Ende des Jahres sogar nacheinander: bei Spitzenreiter Oberelchingen II (76:83) und überraschend beim Mittelfeldteam TSG Heilbronn (53:55).

Der VfL hatte seine Begegnung des jetzigen 15. Spieltags beim TV Konstanz wegen der Knights-Reise nach Trier auf den 2. November verlegen können und dieses Spiel des 21. Spieltags vorgezogen - wobei Urspring freundlicherweise zustimmte. So haben die Gäste nun ein Doppelprogramm: Am Samstagnachmittag treten sie bereits in Reutlingen an - was von Vorteil für den VfL sein könnte. Abteilungsleiter und Aufbauspieler Marco Wanzke will dennoch eher auf das schauen, was man selbst beeinflussen kann: „Urspring hat ein junges Team, denen wird die Luft nicht ausgehen. Wir müssen über 40 Minuten konzentriert bleiben und dürfen nicht wie schon oft fünf Minuten verschlafen.“

Im Hinspiel hatte sich der VfL diese Auszeit gleich zu Beginn genommen, das Spiel war nach sieben Minuten beim 4:20 praktisch schon verloren. Am Ende stand es 67:83 - der Abstand betrug also exakt diese 16 Punkte. Zudem fand damals der erste Kirchheimer Dreier erst nach 29 Minuten sein Ziel. Genau diese beiden Schwächen können eigentlich nur besser werden. Schließlich stellt Kirchheim mit zehn Treffern pro Spiel das gefährlichste Fernwurf-Team der Liga und zeigte gegen Remseck am vergangenen Sonntag sehr viel Konstanz und Intensität.

Personell sind keine Probleme in Sicht, Marco Wanzke erwartete zum Abschlusstraining am Freitag den kompletten 13er-Kader. Kann Kirchheim also noch von einer Aufholjagd auf Relegationsplatz zwei träumen? Bei einem Sieg darf man womöglich darüber nachdenken. Bei einer Niederlage wär’s das dagegen sicherlich endgültig. Dann wäre der Aufsteiger wieder beim ursprünglichen und weiter offiziellen Saisonziel: die Mannschaft entwickeln, kontinuierlich besser werden. Und das hat trotz der Probleme auf der Trainer-Position bisher bestens geklappt. ut

So wollen sie spielen

VfL Kirchheim: J. Auerbach, T. Auerbach, Engonidis, M. Haziri, Munz, Nicklaus, Palmieri, Pllana, Schmauder, Schmidt, Wanzke, Weßelborg

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