Basketball

Die Festung soll auch Eisbären trotzen

Basketball Die Knights peilen morgen gegen Bremerhaven den zehnten Heimsieg in Folge an. Drei Spieltage vor Saisonende wäre das ein großer Schritt Richtung Play-offs.

Im Hinspiel hatten sich Tidjan Keita (am Ball) und die Knights vergeblich gestreckt: Die Kirchheimer verloren am zweiten Spielta
Im Hinspiel hatten sich Tidjan Keita (am Ball) und die Knights vergeblich gestreckt: Die Kirchheimer verloren am zweiten Spieltag in Bremerhaven deutlich mit 75:91. Foto: Sven Peter

Auch ohne Fans hat sich die Heimspielstätte der Kirchheimer Zweitligabasketballer zur Festung entwickelt: Seit neun Heimspielen haben die Ritter in der Sporthalle Stadtmitte nicht mehr verloren - der zehnte Streich soll am morgigen Samstag folgen, wenn die Knights die Eisbären aus Bremerhaven empfangen.

Drei Spiele vor Saisonende fehlt den Kirchheimern nicht mehr viel, um sich erstmals seit 2017 wieder für die Play-offs zu qualifizieren. Da sich Konkurrent Trier unter der Woche Tübingen geschlagen geben musste, haben die Kirchheimer weiterhin acht Punkte Vorsprung auf Platz neun. Jedoch liegen Trier (zwei Spiele weniger) und Karlsruhe (vier) im Hintertreffen und können dementsprechend noch einige Zähler auf die Play-off-Plätze gut machen.

Ungeachtet aller Rechenspiele ist klar, dass am Samstag mit Bremerhaven und Kirchheim zwei Teams aufeinandertreffen, die in der eng gestaffelten Tabelle die gleiche Punkteanzahl aufweisen. Gleich fünf Teams stehen derzeit mit 28 Zählern auf den Plätzen vier bis acht, darunter die Ritter und die Eisbären. Ein spannender Endspurt steht vor den Teams, die neben der Qualifikation für die Playoffs auch um die jeweilige Play-off-Gruppe kämpfen.

Von Heidelberg nach Kirchheim

Die Gäste aus Bremerhaven reisen direkt vom gestrigen Auswärtsspiel aus Heidelberg an, das bei Redaktionsschluss noch nicht beendet war, und werden am heutigen Freitag nochmals in Kirchheim trainieren. Die Ritter hingegen hatten unter der Woche keine Partie, konnten sich also ausschließlich auf die Eisbären konzentrieren.

Das Hinspiel am zweiten Spieltag war an die Mannschaft aus dem Norden Deutschlands gegangen. Nach starker erster Halbzeit brachen die Ritter, die kurz zuvor noch in Quarantäne waren, im zweiten Abschnitt ein und verloren deutlich mit 75:91.

In den Reihen der Eisbären findet sich jede Menge spielerische Qualität. Mit dem klaren Ziel angetreten, um die Aufstiegsplätze mitzuspielen, formten die Eisbären einen Kader, der sich sehen lassen kann. Anführer im Team von Head Coach Michael Mai ist Point Guard Curtis Davis. Der US-Amerikaner erzielt pro Partie 21,3 Punkte und damit den Topwert. Mehrere Spiele, in denen die Eisbären bereits zweistellig zurückgelegen hatten, drehte Davis noch zuguns- ten seiner Mannschaft. Während der Saison wurden die erfahrenen Spieler Armani Moore und William Daniels nachverpflichtet. Seitdem dreht sich viel im Spiel der Eisbären um die drei Amerikaner, die ein Spiel jeweils im Alleingang entscheiden können. „Bremerhaven hat eine sehr erfahrene Mannschaft mit enormer individueller Qualität. Für uns wird es darauf ankommen, das Tempo zu kontrollieren und mit viel Energie und Intensität zu spielen“, so Kirchheims Head Coach Igor Perovic. cs

Das Spiel beginnt um 19 Uhr und wird per Livestream übertragen unter www.sportdeutschland.tv

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