Basketball

Die neue Leichtigkeit des Seins

Basketball Die Knights bauen mit einem 84:75 gegen Rostock ihre Serie auf drei Siege aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist auch diesmal die Einigkeit im Kollektiv.

Die Knights obenauf: Brian Butlers Dunk gegen Rostock ist eine Szene mit Symbolik.Foto: Tanja Spindler
Die Knights obenauf: Brian Butlers Dunk gegen Rostock ist eine Szene mit Symbolik.Foto: Tanja Spindler

Der Lauf der Knights in der 2. Basketball-Bundesliga hält weiter an. Nach dem 84:75-Heimerfolg am Samstag gegen Rostock, dem dritten Sieg in Folge, klettern die Kirchheimer in der Tabelle weiter nach oben und sind jetzt Zehnter. Der Erfolg gegen die Seawolves war vor allem einer starken Defensive zu verdanken und der Tatsache, dass die Knights erneut als willensstarke Einheit auftraten. „Jeder wusste, dass er seine Chance erhält. Dass sie jeder auf seine Weise genutzt hat, freut uns umso mehr“, meinte Interimscoach Brian Wenzel nach Spielende.

Dazu gehörte auch Tim Koch, der nach glücklosen Wochen das Spiel mit zwei Dreiern eröffnete. Nach einer 27:21-Führung nach dem ersten Viertel taten sich die Gastgeber in der Abwehr plötzlich schwer. Rostocks Point Guard Tony Hicks war in dieser Phase kaum zu bremsen und erzielte alleine elf Zähler in diesem Viertel. Dennoch blieb das Spiel ausgeglichen, und dank eines Steals von Jalan McCloud mit Abschluss der ersten Halbzeit verteidigten die Ritter ihre Sechs-Punkte Führung mit einem 48:42 zur Pause.

Zum Start ins dritte Viertel schickte Wenzel Mitch Hahn aufs Parkett, der bis dahin eine unglückliche Saison gespielt hatte und nur zu Kurzeinsätzen gekommen war, und er zahlte das Vertrauen mit Punkten zurück: Erst blieb Hahn nervenstark an der Freiwurflinie, unmittelbar danach war er aus der Mitteldistanz und zwei Mal per Dreier erfolgreich. Seine zehn Punkte innerhalb von 70 Sekunden bescherten den Hausherren mit 58:44 die höchste Führung im Spiel. „Wir haben die ganze Woche über viel mit Mitch geredet. Der Junge hat unglaublich viel Talent, aber mit den klassischen Rookie-Problemen zu kämpfen“, sagt Knights-Geschäftsführer Christoph ­Schmidt. „Uns war es wichtig, dass er endlich mehr Spaß hat und einen wichtigen Beitrag zu einem Sieg leistet.“

McCloud schaltet Hicks aus

Dass jeder verstand, worum es ging, unterstrich auch Jalan McCloud, der nach seiner 34-Punkte-Gala in Tübingen am Samstag mit zehn Zählern eher unauffällig blieb, dafür jedoch in der Defensive unermüdlich rackerte. Sein direkter Gegenspieler Tony Hicks - mit 15 Punkten Topscorer der Gäste - kam in der zweiten Hälfte zu keinem einzigen Zähler mehr. Die ganze Mannschaft erzielte lediglich noch 33 Punkte, berichtet Wenzel. Und tatsächlich erzielte Hicks in der zweiten Halbzeit keine weiteren Punkte mehr.

Auch das Duell von Andi Kronhardt mit Rostocks gefährlichstem Mann, Kalidou Diouf, spiegelte die Kirchheimer Entschlossenheit wider. Mit 14 Zählern wurde Kronhardt Topscorer der Ritter und hielt Diouf bei neun Punkten. Viel brannte bei den Rittern auch im Schlussviertel nicht mehr an, auch wenn die Rostocker beim 75:82 gut eineinhalb Minuten vor dem Ende noch einmal bis auf sieben Punkte herankamen. Die Knights fanden stets eine passende Antwort und hatten mit Dajuan Graf nicht zum ersten Mal in dieser Saison einen klugen und besonnenen Lenker.

Am kommenden Sonntag geht es für die Ritter erneut mit einem Heimspiel weiter. Zum Weihnachtsspiel empfangen die Knights die Artland Dragons aus Quakenbrück. Spielbeginn in der Sporthalle Stadtmitte ist um 17 Uhr. Bereits zuvor gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm vor und in der Halle. cs

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