Basketball

Die Relegation ist nicht mehr zu erreichen

Basketball Der VfL muss seine Oberliga-Träume trotz eines Heimsiegs über Rottweil endgültig begraben.

Pflicht erfüllt, Kür verpasst: VfL-Trainer Marco Wanzke (li.) und Tim Auerbach. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Trotz des 63:52-Pflichtsieges gegen den Drittletzten TSV Rottweil ist die Oberliga-Relegation für die Landesliga-Basketballer des VfL Kirchheim nicht mehr zu schaffen. Konkurrent TSG Reutlingen vereitelte das mit dem 87:71-Erfolg gegen den feststehenden Landesligameister TS Göppingen. Zwar könnte das Team um Spielertrainer Marco Wanzke die TSG-Zweite nach Siegen noch einholen - der direkte Vergleich wurde mit einem Punkt gewonnen -, doch das 0:20 aus dem ersten Spieltag (wir berichteten) macht das unmöglich.

Schwere Kost für die Zuschauer

Am Sonntagabend war allerdings auch nicht viel von Oberliga-Niveau zu sehen. Was die Mannschaften aus Kirchheim und Rottweil die meiste Zeit zeigten, wirkte eher wie Bezirksliga. Da stach besonders das zweite Viertel hervor, das der VfL mit 10:4 gewann - das war für die knapp 50 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte nur schwer zu ertragen.

Zu Beginn hatte Knights-Geschäftsführer Christoph Schmidt am Tag nach dem endgültigen Ende der Play-off-Hoffnungen der Profis gegen Quakenbrück mit acht Punkten zur 12:9-Führung nach sechs Minuten wesentlich beigetragen, die Gäste lagen nach dem ersten Viertel wegen vieler Unkonzentriertheiten des VfL dennoch 19:18 vorne. Nach dem 23:22 (13.) für den TSV, der noch dagegen ankämpft, in die Bezirksliga-Relegation zu müssen, klappte wenigstens die Defensive der Gastgeber - beziehungsweise: Rottweil warf sieben Minuten lang alles daneben. So ging es mit einer 28:23-Führung in die Kabinen.

Das dritte Viertel wurde dann das beste. Das lag vor allem an den elf Punkten und drei Dreiern von Youngster Mirsad Haziri (18). Weil auch Knights-Physio Erik Weßelborg wie immer solide punktete, ging es mit einem fast beruhigenden 50:41 in den Schlussabschnitt.

Da aber kamen die Gäste aus Rottweil noch einmal auf 54:48 (33.) heran. Ausgerechnet Tim Auerbach, der, nachdem er am Mittag dankenswerterweise zwei Jugendspiele seines Vereins gepfiffen hatte, unter Konzentrationsschwierigkeiten litt, machte nach Kiri Engonidis‘ 56:48 die nächsten sieben Punkte zum 63:48 (39.) - die Vorentscheidung.

Vor dem letzten Saisonspiel am 6. April in Heidenheim muss als Fazit konstatiert werden, dass einerseits mehr drin war - ein Sieg mehr hätte womöglich die Relegation gebracht -, andererseits aber unter diesen Bedingungen elf Siege und ein Platz in der oberen Hälfte der Landesliga als Erfolg gewertet werden müssen. Wie es kommende Saison weitergehen kann, ist allerdings offen. Das wichtigste Ziel formuliert Abteilungsleiter Marco Wanzke: „Es muss unbedingt ein Trainer her.“ ut

So spielten sie

VfL Kirchheim: Auerbach (8/1), Engonidis (9), M. Haziri (13/3), Palmieri (4), Schmauder (2), Schmidt (9/1), K. Wanzke, M. Wanzke (7), Weßelborg (11)

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