Basketball

Die Ritter und die verflixte Sieben

Basketball Die Kirchheimer Heimserie von sechs Siegen ist nach dem 75:83 gegen Schwenningen gerissen. Die Gastgeber verrennen sich dabei zu oft in Einzelaktionen.

Spektakel ohne Wert: Krachende Dunks wie hier von Kevin Wohlrath waren zu wenig, um gegen Schwenningen zu gewinnen. Foto: Tanja
Spektakel ohne Wert: Krachende Dunks wie hier von Kevin Wohlrath waren zu wenig, um gegen Schwenningen zu gewinnen. Foto: Tanja Spindler

Nach sechs Heimsiegen in Serie haben die Zweitliga­basketballer der Kirchheim Knights wieder eine Niederlage kassiert: Im Duell mit den Schwenningen Panthers hatten die Ritter mit 75:83 das Nachsehen und fallen dadurch aus den Playoff-Rängen auf den zehnten Tabellenplatz zurück.

Dabei hatten Anhang und Verantwortliche der Knights nach der deftigen Niederlage gegen Trier eine Reaktion der Mannschaft erwartet - doch diese fiel aus. Erneut waren die Ritter früh in Rückstand geraten, 4:9 stand es nach drei Minuten. Ähnlich wie zuvor bereits in Rostock und Trier, wurde der Start komplett verschlafen, die Hausherren mussten sich mühsam ins Spiel zurück arbeiten.

Ohne Keith Rendleman und Mitch Hahn, die beide wegen einer Erkältung nicht hatten antreten können, zeigten die Kirchheimer erst mit fortlaufender Spielzeit die nötige Energie und Einsatz. Besonders Brian Butler, Nico Brauner und Kevin Wohlrath brachten sich ein und bearbeiteten ihre Gegner stetig. Die erste Führung zum 16:13 war Wohlrath per Dreier überlassen - die Knights schienen im Spiel angekommen und bauten die Führung bis zum Viertelende auf 24:18 aus.

Moore läuft heiß

Doch die Schwenninger wehrten sich, was zu einem Duell auf Augenhöhe führte. Kurz vor der Halbzeit bekamen die Gäste Oberwasser. Schwenningens Topscorer Rasheed Moore erzielte 14 seiner insgesamt 28 Punkte in den letzten Minuten vor der Halbzeit, wodurch die Panthers mit einer 45:38-Führung in die Halbzeitkabine gingen.

Auch nach dem Seitenwechsel stockte der Kirchheimer Motor besonders in der Offensive. Immer wieder verrannten sich die Ritter in Einzelaktionen und versuchten es jeweils auf eigene Faust, anstatt sich auf die Stärke der vergangenen Wochen zu besinnen. „Wir erarbeiten uns häufig Vorteile in der Verteidigung. Wenn wir lernen, diese konsequent zu nutzen, werden wir auch nach Fehlern im Spiel bleiben können. Am Samstag ist uns das nur selten gelungen“, analysierte Head-Coach David Rösch die Partie.

Panthers abgezockter

Obwohl auch bei den Gästen offensiv nicht alles rund lief, gelang es den Panthers die Führung weiter auszubauen (63:52). Im Schlussabschnitt mobilisierten die Gastgeber zwar nochmals alle Reserven und kämpften sich auf bis zu fünf Zähler zurück. Unter dem Strich agierten die Gäste allerdings cleverer und abgezockter und sicherten sich den verdienten 83:75-Auswärtserfolg. „Wir sind heute nicht so aufgetreten, wie wir uns alle das vorstellen“, sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt, „natürlich kann man gegen starke Schwenninger durchaus auch mal verlieren, aber es kommt darauf an, wie wir uns präsentieren. Wir wollen als Team stark sein und das ist uns heute nicht gelungen.“

Die nächste Chance bietet sich den Kirchheimer Korbjägern bereits am kommenden Mittwoch im Auswärtsduell mit Schalke 04, das in Oberhausen stattfindet. cs

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