Basketball

Ein Kirchheimer pfeift bei den Profis

Basketball Der 27-jährige Simon Schmid vom VfL steigt zum Zweitliga-Schiedsrichter auf.

Erfolgreicher Dreipunkte-Wurf: Dieses und andere Zeichen kann Basketball-Schiedsrichter Simon Schmid künftig bei Zweitligaspielen anzeigen. Foto: Kirchheim Knights

Kirchheim. Zum ersten Mal in der 62-jährigen Geschichte des Kirchheimer Basketballs hat es ein Schiedsrichter in die zweite Liga geschafft: Simon Schmid (27) pfeift in der kommenden Saison in der Pro B.

Es war ein kontinuierlicher Aufstieg, der vor zwölf Jahren in der Sporthalle Stadtmitte begann. Schmid: „VfL-Geschäftsführer Uli Tangl hat mir damals im Training ein grünes Heftchen in die Hand gedrückt und gemeint, dass ich jetzt Schiedsrichter werden soll.“ Schmid fand Geschmack am Pfeifen, vier Jahre lang sammelte er Erfahrung im Bezirk.

Es folgte der erste Sprung mit der Einladung zu einer Talentmaßnahme 2011 in Böblingen. Schmid wurde gesichtet und für gut befunden: Aufstieg in die Oberliga mit 19, dann im Jahresrhythmus 2012 in die 2. Regionalliga und 2013 in die erste.

Seither war er öfters im Gespräch für den nächsten Schritt, leitete in der Vorbereitung mehrere Profispiele, doch zum Meilenstein dauerte es bis jetzt. Schmid: „Ende Juni wurden sechs Schiedsrichter aus den vier ersten Regionalligen zu den Deutschen Hochschulmeisterschaften eingeladen. Die DBB-Verantwortlichen wählten mich dann aus für den Pro B-Kader.“

Wie schafft man so etwas? Für Simon Schmid ganz einfach: „Der Erfolg kam in erster Linie durch den Spaß am Basketball. Dazu haben mir viele Schiedsrichter-Verantwortliche sehr geholfen und mich motiviert, und am Ende sind die Schiedsrichter-Kollegen wie zu einer großen Familie geworden, in der ich mich sehr wohl fühle.“

Nun bleibt zweierlei zu hoffen: Dass sich Simon Schmid auch unter der Profis durchsetzt, er sich womöglich sogar ganz nach oben durchkämpft - und dass das Beispiel des Schiedsrichterwarts des VfL Kirchheim auch andere motiviert, die Pfeife in die Hand zu nehmen. ut

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