Basketball

Eine schwere Geburt vor der Weihnachtspause

Basketball Der VfL gewinnt das letzte Spiel des Jahres bei Oberliga-Schlusslicht Vaihingen knapp mit 74:69.

Marco Wanzke und der VfL „überwintern“ als Fünfter. Foto: Markus Brändli
Marco Wanzke und der VfL „überwintern“ als Fünfter. Foto: Markus Brändli

Vaihingen. Schön anzusehen war’s nicht, doch die VfL-Oberliga-Basketballer haben bei Tabellen-schlusslicht BSG Vaihingen-Sachsenheim zum Jahresabschluss einen 74:69-Sieg geschafft. Mit Hängen und Würgen, aber auch einer Weihnachtsportion mentaler Stärke und Zusammenhalt rettete sich der VfL als Tabellenfünfter in die vierwöchige Spielpause - punktgleich mit dem Tabellendritten, was für den Aufsteiger aller Ehren wert ist.

Wie von den meisten Realisten erwartet, war der siebte Kirchheimer Sieg im zwölften Saisonspiel eine schwere Geburt. Die BSG Vaihingen-Sachsenheim erwies sich als hartnäckiger, an diesem Tag meist gleichwertiger Kontrahent mit einem Center Malte Prahst, der nur schwer zu kontrollieren war. Der 24-Jährige, der 2007 in der Jugend für den VfL aktiv war, reichlich Erfahrung in JBBL und NBBL gesammelt hat und im Studienort Mainz in der Regionalliga spielte, lieferte sich mit Andi Nicklaus und Constantin Munz über 40 Minuten jeweils ein heißes Duell. Am Ende hatte Prahst 25 Punkte und drei Dreier, die beiden Kirchheimer „Großen“ zusammen 30 Punkte. Allerdings fehlten beim VfL Erik Weßelborg, der als Physiotherapeut bei den Knights unabkömmlich war, und Kiri Engonidis wegen Trainingsrückstand. Nachwuchstalent Drilon Pllana konnte nach vier Wochen Pause noch nicht allzu viel beisteuern.

So gab es ein zähes Ringen mit völlig ausgeglichenen ersten drei Vierteln: 21:19, 11:12, 19:17. Doch in der 34. Minute, beim Stand von 56:55 für die BSG,platzte der Knoten - vor allem bei Youngster Mirsad Haziri, dessen Schussauswahl sonst nicht immer die volle Zustimmung seines coachenden Bruders Labinot fand, traf innerhalb von zwei Minuten drei Dreier. Constantin Munz steuerte zwei Punkte bei - und der VfL führte 66:56 (36.).

Trotzdem machten es die Kirchheimer noch einmal spannend: Andi Nicklaus, der in der 26. Minute bereits ein unsportliches Foul gemacht hatte, kassierte ein technisches Foul und wurde disqualifiziert. 50 Sekunden vor Schluss hatten die Gastgeber beim 72:69 den Anschluss fast erreicht. Doch der VfL ließ keinen Korb mehr zu, Munz und der diesmal mit seinen Würfen hadernde Kapitän Tim Auerbach trafen jeder einen von zwei Freiwürfen, das Weihnachtsfest war gerettet.

Weiter geht es für den VfL am Samstag, 11. Januar mit dem Auswärtsspiel bei der TSG Reutlingen II, die mit drei Siegen aus elf Partien als Tabellenvorletzter in die Pause geht. ut

So spielten sie
VfL Kirchheim: J. Auerbach (4), T. Auerbach (10/1), Haziri (22/5), Munz (21/3), Nicklaus (9), Palmieri (4), Pllana, Schmauder (3/1), Wanzke (1)

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