Basketball

Flasche leer nach „brutalen Wochen“

Basketball Die Knights verlieren in Ehingen das zweite Spiel innerhalb von drei Tagen. Nach der zweiten Englischen Woche wird der Kräfteverschleiß deutlich sichtbar.

Er hätte das Ding fast noch gedreht: Rohndell Goodwins Dreier-Versuch mit der Schlusssirene verfehlte das Ziel nur um wenige Zen
Er hätte das Ding fast noch gedreht: Rohndell Goodwins Dreier-Versuch mit der Schlusssirene verfehlte das Ziel nur um wenige Zentimeter. Foto: Tanja Spindler

Die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights haben das Derby gegen Ehingen am Samstag denkbar knapp mit 84:86 verloren. Der letzte Dreier-Versuch mit Ablauf der Uhr von Rohndell Goodwin verfehlte sein Ziel um wenige Zentimeter. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und erneut deutlichem Rückstand schon nach den ersten zehn Minuten, kämpften sich die Teckstädter zurück, doch am Ende fehlten die entscheidenden Zähler in einem Spiel, in dem Phillip Daubner mit 23 Punkten Topscorer des Abends wurde.

Fünf Spiele in 16 Tagen haben Spuren hinterlassen. Gegen Nürnberg und Ehingen fehlten zuletzt die entscheidenden Prozent. „Ich kann und werde meinen Jungs keinen Vorwurf machen“, betonte Knights-Coach Mauricio Parra nach einer zweiten Wochenhälfte ohne Punkte. „Uns fehlte die Energie. Das hat weder mit Wille noch mit Einstellung zu tun.“

Das Ehingen-Spiel war fast eine Kopie des Auftritts in Nürnberg. Die Ritter versuchten zu Beginn das hohe Tempo der Ehinger zu drosseln. Der Gegner übernahm mit dem Selbstbewusstsein aus zuvor drei Heimsiegen relativ schnell das Kommando auf dem Spielfeld. Die Gastgeber immer einen Schritt oder Gedankengang schneller als ihre Kirchheimer Kontrahenten. Mit 28:18 ging das Startviertel wie schon in Nürnberg deutlich an die Hausherren.

Im zweiten Abschnitt änderte sich daran wenig, auch wenn die Knights nun entschlossener verteidigten. Schwachpunkt blieb weiterhin die Kirchheimer Offensive, wo kaum etwas zusammenlief. Die Folge: Ehingen erhöhte den Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf 51:37. Im zweiten Durchgang wurde das Spiel ausgeglichener. Beide Teams hatten nun gute Phasen. Auf Seiten der Ehinger übernahm vor allem Kevin Yebo viel Verantwortung. Insgesamt 19 Punkte und elf Rebounds sammelte der 22-jährige.

Daubner nährt Hoffnungen

Das Spiel schien früh entschieden zu sein. Doch die Kirchheimer gaben sich nicht auf, kamen Punkt für Punkt näher. Vor allem Dank Phillip Daubner, der zehn von zwölf Würfen aus dem Feld verwandelte. Die Knights waren plötzlich dran, schafften es aber nicht, den einen oder anderen Ehinger Angriff schadlos zu überstehen und selbst in Führung zu gehen. Dennoch hatte es Rohndell Goodwin in der Schlusssekunde in der Hand. Sein Drei-Punkte-Versuch aus knapp neun Metern verfehlte das Ziel nur knapp. Ein geglückter Wurf hätte den Sieg bedeutet. „Wenn wir die letzten beiden Wochen rekapitulieren können wir trotzdem zufrieden sein. Wir hatten mehrere Personalwechsel, fast alle Spieler sind angeschlagen, das Programm war brutal“, sagt Knights-Geschäftsführer Christoph Schmidt. „Es war klar, dass man das irgendwann auch auf dem Feld sehen würde.“

Für Parra und die Mannschaft heißt es nun: rasch regenerieren und frische Energie tanken. Am kommenden Samstag empfangen die Knights die MLP Academics aus Heidelberg und ihren Ex-Trainer Frenkie Ignjatovic in der Stuttgarter Scharrena. Aus Kirchheimer Sicht ist es der Höhepunkt der Saison in der Vorweihnachtszeit. Beginn in der Halle an der Mercedes-Benz-Arena ist um 20 Uhr. cs

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