Basketball

Jetzt hilft nur noch ein Wunder

Basketball Durch die 61:76-Niederlage der Kirchheim Knights gegen Phoenix Hagen rücken die Play-offs in der 2. Bundesliga in weite Ferne.

Kein Durchkommen unter dem Korb: Die Gäste aus Hagen waren für die Kirchheim Knights um Jalen Canty (links) eine Nummer zu groß.
Kein Durchkommen unter dem Korb: Die Gäste aus Hagen waren für die Kirchheim Knights um Jalen Canty (links) eine Nummer zu groß.Foto: Tanja Spindler

Am 27. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga mussten sich die Kirchheim Knights Phoenix Hagen mit 61:76 geschlagen geben. Im vorweggenommenen Finale um den letzten Play-off-Platz sicherten sich die Gäste dank einer überzeugenden Leistung die Punkte, während die Ritter zu keinem Zeitpunkt des Spiels in ihren Rhythmus fanden und nun nur noch theoretische Chancen auf die Play-offs haben.

Bei noch zwei Spielen und vier Zählern Rückstand auf Platz acht haben die Knights lediglich noch theoretische Chancen. Nur wenn Hagen und Karlsruhe ihre Spiele jeweils verlieren und die Ritter ihrerseits die Partien gegen die Artland Dragons und Ehingen gewinnen, würden sich die Knights in einem Dreiervergleich der Mannschaften durchsetzen.

Dabei waren die über 1000 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte vor Spielbeginn positiv gestimmt: Ausschlaggebend dafür war das Heim-Comeback von Tim Koch. Der Kirchheimer Routinier war zwar bereits im Auswärtsspiel gegen Hanau zurück aufs Parkett zurückgekehrt, startete nun aber von Beginn an.

In der Kirchheimer Offensive konzentrierte sich zunächst alles auf Topscorer Rohndell Goodwin, der die ersten sieben Zähler im Alleingang auflegte. Doch die Anfangseuphorie wich schnell und die engagierten Gäste übernahmen das Kommando. Gedanklich schneller und körperlich aggressiver präsentierten sich die Hagener und kauften so den Rittern schnell den Schneid ab. Besonders in der Zone, eigentlich eine Stärke der Teckstädter, bestimmten die Gäste das Geschehen. Immer wieder wurde Center Alex Herrera klug freigespielt. Der US-Amerikaner ließ sich diese Möglichkeiten für Punkte und Assists nicht nehmen. Aber auch in der Defensive wusste Herrera mit zwei geblockten Würfen gegen Keith Rendleman zu glänzen.

Die Knights-Offensive geriet daher mehr und mehr ins Stocken. Immer wieder wurden die Ritter beharkt und eng verteidigt. Mit einem Rückstand von acht Punkten (26:34) ging es in die Halbzeitpause.

In der Kabine schien Knights-Coach Parra die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit veränderter Körpersprache kehrten die Gastgeber zurück aufs Parkett und erzielten schnell einige Zähler. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der die Gäste aus Hagen in den entscheidenden Momenten den Hauch Abgeklärtheit und Souveränität zeigten, der den Rittern fehlte.

Nicht selten waren die Knights drauf und dran das Spiel zu drehen, doch dann machten unglückliche Aktionen die Hoffnung schnell wieder zunichte. So ging auch das dritte Viertel beim Stand von 54:45 an die Gäste. Ein ähnliches Bild dann im Schlussabschnitt: Die Hausherren mobilisierten nochmals alle Kräfte, trotzdem reichte es nicht, die Hagener unter Druck zu setzen. Zum Spielende erhöhten die Gäste ihren Vorsprung auf über zehn Punkte, wodurch das Endergebnis letztlich deutlicher wurde, als es der Spielverlauf aussagte. „Das war heute ein harter Schlag. Wir konnten mit dem Druck nicht umgehen. Wir werden in den letzten zwei Spielen versuchen, die Saison so anständig wie möglich zu beenden“, analysierte Knights-Coach Mauricio Parra nach Spielende.

Durch die Niederlage verpassten die Ritter ihre große Chance auf die Play-offs. cs

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