Basketball

Knights in allen Belangen unterlegen

Basketball Die Kirchheimer Korbjäger erwischen in Hagen einen rabenschwarzen Tag und gehen beim Pro-A-Schlusslicht deutlich mit 70:103 unter.

Einer der wenigen Momente, in denen sich die Knights gegen die Gastgeber wehrten: Andreas Kronhardt (links) im Duell mit Hagens Michael Gilmore. Foto: Jörg Laube

Für die Kirchheim Knights setzt sich die Achterbahnfahrt in der 2. Basketball-Bundesliga weiter fort. Mit breiter Brust angereist, setzte es für die Ritter nach einer katastrophalen Leistung beim Tabellenletzten in Hagen eine deftige 70:103-Niederlage.

Dreimal sieben, einmal zwölf: Die Geschichte in Hagen ist anhand der Punktedifferenz der vier Viertel eigentlich schnell erzählt und unterstreicht den desolaten Auftritt, den die Ritter bei Phoenix Hagen aufs Parkett gebracht haben. Einmal mehr wird die sportliche Führung der Kirchheimer gründlich zu analysieren haben, warum der zuletzt so positive Trend jäh gestoppt wurde.

Immerhin der Auftakt gelang den Gästen. Nach knapp sechs Minuten führten die Knights, die mit der gleichen Starting Five wie vergangene Woche beim Erfolg in Heidelberg begannen, mit 8:7. Dass es die aber einzige Führung an diesem Abend bleiben sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Spätestens als die Gastgeber in den letzten 60 Sekunden des ersten Viertels mit einem 6:0-Lauf auf 24:17 davonzogen, vermuteten die mitgereisten Kirchheimer Fans wohl zum ersten Mal, dass der Abend aus Knights-Sicht wohl alles andere als spaßig verlaufen könnte.

Dem Schicksal ergeben

Im zweiten Viertel setzte sich fort, was sich im ersten Abschnitt bereits andeutete: Offensiv war der Korb für die Teckstädter wie vernagelt, hinten kassierte man Treffer um Treffer. „Unsere Defense war beschämend“, analysierte Parra frustriert. Das Schlusslicht nutzte den totalen Blackout der Knights eiskalt: Mit der 51:32-Führung zur Halbzeit war die Basis für den ersten Heimsieg der Saison gelegt.

Wer glaubte, dass die Schwaben an diesem Abend nochmals in der Lage sein würden, das Ruder umzureißen, wurde eines Besseren belehrt. Bereits früh in der zweiten Halbzeit ergaben sich die Gäste ihrem Schicksal. Die Unterlegenheit der Knights spiegelte sich in jeder einzelnen Statistik wieder: 30:46 Rebounds aus Sicht der Kirchheimer, eine Dreierquote von 22 Prozent gegenüber 48 Prozent auf Hagener Seite und eine klägliche Wurfausbeute bei den Zweipunktewürfen von 39 Prozent (Hagen: 62 Prozent) sprechen eine allzu deutliche Sprache.

„Hagen war uns in allen Bereichen überlegen, egal welches System wir gespielt haben und egal wer bei uns auf dem Feld stand“, zeigte sich Parra nach der 33-Punkte-Schlappe bedient. Vier Tage trainingsfrei liegen nun vor den Knights. Zeit, um Kraft zu tanken. Zeit aber auch, um die Leistung kritisch zu reflektieren und aufzuarbeiten.

Weiter geht es für die Knights dann erst übernächste Woche: Am Samstag, 7. Dezember, erwarten die Ritter im nächsten Kellerduell das Team aus Ehingen. Dies ist dann zugleich der Auftakt in eine Englische Woche mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen. bs

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