Basketball

Knights mit folgenreichem Fehlstart

Basketball Gastgeber Kirchheim verschläft gegen Heidelberg die Anfangsphase und verliert mit 76:82, ohne ein einziges Mal in Führung gelegen zu haben.

Legte bemerkenswerte 15 Assists auf; gebracht hat es trotzdem nichts: Kirchheims Spielmacher Charles Barton (links) im Duell mit
Legte bemerkenswerte 15 Assists auf; gebracht hat es trotzdem nichts: Kirchheims Spielmacher Charles Barton (links) im Duell mit Heidelbergs Jaleen Smith.Foto: Tanja Spindler

Da war mehr drin: Mit 76:82 haben Kirchheims Basketballer im Heimspiel am Samstag gegen den jetzigen Tabellendritten aus Heidelberg den Kürzeren gezogen. In einer spannenden Partie verschliefen die Gastgeber das erste Viertel mit 16:27 komplett und konnten am Ende nicht mehr kontern. Mit 21 Punkten wurde Kirchheims Corban Collins Topscorer der Partie.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr stand Kirchheims Trainer Anton Mirolybov der komplette Kader zur Verfügung. Nach den beiden Glanztaten gegen Hamburg und Köln wollten die Kirchheimer im dritten Heimspiel nachlegen. Doch das misslang gründlich. Dreieinhalb Minuten dauerte es, bis die Knights die ersten beiden Punkte erzielten. Heidelberg legte mit 15:3 vor und sorgte damit für einen Vorsprung, dem die Gastgeber während der gesamten Partie erfolglos hinterher rannten.

Nach dem völlig missglückten Start fingen sich die Hausherren zwar wieder und brachten ein wenig Rhythmus in die eigenen Offensivbemühungen, doch Heidelberg agierte clever und abgezockt und ließ in der Defensive nur wenig zu. Mit einer 27:16 Führung ging die Mannschaft von Trainer Frenkie Ignjatovic in den zweiten Abschnitt. Auch in den nächsten zehn Minuten besserte sich das Spiel der Ritter nur in Ansätzen. Defensiv zeigten sich die Gastgeber nun jedoch wacher, und so dominierten die Abwehrreihen beider Mannschaften mehr und mehr das Spielgeschehen.

Zur Halbzeit gelang es den Teckstädtern auf 38:47 zu verkürzen, bevor es nach der Pause ins stärkste Kirchheimer Viertel ging. Eine intensivere Kirchheimer Verteidigung gestattete dem Gegner nun kaum mehr freie Würfe. Die Folge: Heidelberg verlor kurzzeitig den Faden und blieb im dritten Viertel bei mageren 13 Zählern. Die Ritter waren jetzt im Spiel und es roch nach einer Wende. Nach einem 7:0-Lauf zum 48:50 hatte Tim Koch bei einem Dreierversuch die Chance, seine Mannschaft zum ersten Mal überhaupt in dieser Partie in Führung zu bringen. Doch der Wurf stand sinnbildlich für den Spielverlauf: Der Ball tanzte lange auf dem Ring, sprang von dort zurück und direkt in die Hände des Gegners, der im Gegenzug punktete. Heidelberg war von da an wieder im Spiel, zog erneut das Tempo an und brachte das Schlussviertel routiniert über die Bühne.

Die Ritter gaben zwar zu keinem Zeitpunkt auf und versuchten bis zur Schlussminute alles, doch Heidelbergs Routinier Shyron Ely bewies Nervenstärke an der Freiwurflinie. „Wir haben im ersten Viertel alles vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben“, schimpfte Knights-Coach Anton Mirolybov nach Spielende. „Natürlich waren wir auf die Schützen der Academics eingestellt“, sagte er. „Trotzdem haben wir ihnen im ersten Viertel zu viele Freikarten verteilt. Das ist sehr enttäuschend.“

Durch die Niederlage verliert Kirchheim weiter an Boden in der Tabelle und rutscht auf Platz zehn, nachdem die direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze ihre Spiele am Wochenende gewannen. Dennoch beträgt der Rückstand auf Platz acht nur zwei Punkte. Am kommenden Freitag empfangen die Knights die Nürnberg Falcons in der Sporthalle Stadtmitte. Spielbeginn ist auch diesmal erst um 20 Uhr.cs

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