Basketball

Korbjäger kassieren einen überraschenden Dämpfer

Basketball Der VfL verliert in heimischer Halle gegen ein blutjunges Team von BB Ulm II mit 75:79.

Das Bild täuscht: Ab durch die Mitte ging‘s für den VfL selten.Foto: Markus Brändli
Das Bild täuscht: Ab durch die Mitte ging‘s für den VfL selten.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Damit war nicht unbedingt zu rechnen: 75:79 verloren die VfL-Basketballer ihr Heimspiel gegen das Team BB Ulm II, das mit acht Spielern und einem Altersschnitt von 17,5 Jahren angetreten war.

32 Minuten lang dachten wohl die allermeisten der 100 Zuschauer in der Sporthalle Stadtmitte, dass der VfL dieses Spiel niemals verlieren könnte. Da stand es zwar nur 67:60, aber die Gastgeber wirkten als das klar bessere Team, reifer, souveräner, stärker besetzt. Doch plötzlich klappte im Angriff nichts mehr, der 18-jährige Ulmer Patrick Antic erzielte neun der zwölf Punkte zum 70:72 (37.) - und das Spiel war komplett gedreht. In den letzten vier Minuten gelang den Kirchheimern kein Feldkorb mehr, aus acht Freiwürfen wurden nur fünf Punkte erzielt, und so konnten die blutjungen Ulmer - einer erst 15 (Topscorer David Fuchs, 19 Punkte), zwei gerade mal 16 Jahre alt - einen unverhofften Auswärtssieg feiern.

Trainer sieht das Positive

VfL-Coach Miguel Rodriguez nahm das allerdings relativ gelassen auf: „Das war eine Niederlage, um zu lernen: wie man in so eine Partie geht, mit welchem Fokus, mit welcher Körpersprache.“ Für den Spanier zählt vor allem die Entwicklung seines Teams. Deshalb sah er auch das Positive: „Alle aus der Zwölfer-Rotation haben uns etwas gegeben.“ Tatsächlich konnten sich alle zwölf Spieler in die Korbjägerliste eintragen, was sehr selten vorkommt. Andererseits ist es aber auch schwierig, bei so einer großen Rotation seinen Rhythmus zu finden.

Deshalb sagte auch einer der zwölf, der nicht genannt werden wollte, als eine Ursache für die Niederlage: „Zu viele Spieler“.

Eine gewisse Rolle spielte auch die eher mäßige Tagesform des bisherigen Topscorers Constantin Munz, der nie ins Spiel fand. Nach vier überragenden Auftritten kann so etwas mal passieren, aber diesmal war niemand da, der das kompensieren konnte.

Eine dritte Ursache war auch die eher schwache Ausbeute aus dem Drei-Punkte-Land: Dem Team, das auswärts in Derendingen noch unglaubliche 20 Mal getroffen hatte, gelang diesmal „nur“ acht erfolgreiche Dreier.

Als Fazit bleibt dennoch: Alles kein Beinbruch, solche Ausrutscher sind im Entwicklungsprozess eines Aufsteigers einfach mal drin. Das sieht auch Miguel Rodriguez so: „Ich denke, wir sind weiter auf einem guten Weg.“ ut

So spielten sie

VfL Kirchheim: J. Auerbach (2), T. Auerbach (13/3), Engonidis (6), M. Haziri (11/3), Munz (6), Nicklaus (9), Palmieri (9/1), Pllana (2), Schmauder (6/1), Schmidt (1), Wanzke (2), Weßelborg (8)

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