Basketball

Mehr als nur ein sportlicher Erfolg

JBBL Die U16 der Spielgemeinschaft Stuttgart/Esslingen/Kirchheim startet im Oktober erstmals in der Jugend-Bundesliga.

Kirchheim. Sie standen bisher kaum im Rampenlicht und haben doch geschafft, was Knights-Geschäftsführerin Bettina Schmauder als „Meilenstein im Kirchheimer Basketball“ bezeichnet: Die Qualifikation der U16 für die Jugendbasketball-Bundesliga (JBBL) ist nicht nur sportlich ein Überraschungserfolg. Mit dem Einzug der Spielgemeinschaft Stuttgart/Esslingen/Kirchheim (SEK) in Deutschlands höchste Jugendspielklasse hat der Profibetrieb in Kirchheim eine Sorge weniger. Die JBBL ist inzwischen Bedingung der zweiten Liga bei der Lizenzvergabe. Die verpasste Qualifikation im vergangenen Jahr kam die Knights buchstäblich teuer zu stehen.

Mitte Juni hat die Mannschaft von Trainer Brian Wenzel geschafft, was viele angezweifelt hatten. „Die Jungs entwickeln sich stetig weiter und sind super motiviert“, sagt der ehemalige Kapitän der Knights, der nach einer schweren Bandscheibenverletzung seine Karriere als Spieler ruhen lässt. Am 13. Oktober startet das Abenteuer JBBL mit dem Auswärtsspiel gegen den Nachwuchs der Lions aus Karlsruhe. Das erste Heimspiel in der Sporthalle Stadtmitte ist am 19. Oktober gegen Tübingen. Sechs Gegner warten in der Vorrunden-Gruppe sieben: Karlsruhe, Ludwigsburg, Ulm, Ehingen, Tübingen und Zuffenhausen - teils Standorte mit langjähriger Bundesliga-Erfahrung, mit Sport-Internaten und entsprechender Infrastruktur. „Ulm ist sicherlich der Topfavorit, das ist eine ganz andere Hausnummer“, sagt Brian Wenzel. „Wenn wir Selbstvertrauen haben und unseren Job machen“, ist er dennoch überzeugt, „dann können wir jeden schlagen.“

Auch deshalb, weil keiner aus dem Team herausragt. „Bei uns ist die Mannschaft der Star“, sagt der 28-jährige Trainer. „Dadurch sind wir schwerer auszurechnen.“ Sechs Kirchheimer Eigengewächse stehen im Kombinat der drei Kooperationspartner VfL Kirchheim, MTV Stuttgart und Hellas Esslingen. Der Trainer weiß: Der sportliche Erfolg ist im Premierenjahr nicht alles. „Es wird eine super Erfahrung sein“, sagt er. „Schließlich haben wir nichts zu verlieren.“Bernd Köble

SG SEK: Axel Bezler, Furkan Cal, Nils Failenschmid, Leo König, Leonhard Laar, Siddharth Manjunath, Alois Mounier, Edolind Paqarada, Giuseppe Seggio, Alexander Stief, Luis Sziede, David Volz, Danilo Vukajlovic

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