Basketball

„Mentalitäts-Monster“ gesucht

Basketball Die Kirchheimer Mannschaft kommt plötzlich als zahnloser Tiger daher. Headcoach Igor Perovic vermisst vor allem bei seinen Führungsspielern die nötige Aggressivität. Von Bernd Köble

Kampf auf Biegen und Brechen: Solchen Einsatz wie hier von Tidjan Keita will Kirchheims Trainer Igor Perovic von seinen spielern
Kampf auf Biegen und Brechen: Solchen Einsatz wie hier von Tidjan Keita will Kirchheims Trainer Igor Perovic von seinen spielern sehen.Foto: Sven Peter

Es war eine Szene mit Symbolik, die - ein anderes Ende vorausgesetzt - durchaus als Lehrstück hätte herhalten können. So war es nur der nächste Eintrag in die Krankenakte. Wie man einen Gegner beharkt, wie man im Kampf um den Ball keinen ...

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Immer wieder Trier - eine Chronik der vergangenen fünf Jahre

Die Gladiatoren aus der Römerstadt, dahinter verbirgt sich mit der ehemaligen TBB Trier einer der traditionsreichsten Basketballvereine in Deutschland. Ein Vierteljahrhundert durchweg erstklassig, zweimal deutscher Pokalsieger - 2015 dann der Abstieg aus wirtschaftlichen Gründen in die Pro A. Seitdem standen sich die Mannschaften aus Kirchheim und Trier 14 Mal gegenüber. Die Bilanz aus Kirchheimer Sicht: wenig schmeichelhaft. Lediglich drei Siege bei elf zum Teil krachenden Niederlagen gegen die Gladiators. Die deutlichste verzeichneten die Knights im Januar dieses Jahres mit einem 68:96 in der Trier-Arena. In eigener Halle haben die Knights gar noch nie gegen die Trierer gewonnen.

Den ersten und deutlichsten von bisher drei Auswärtserfolgen feierten die Kirchheimer gleich im ers­ten Aufeinandertreffen im Dezember 2015. Beim 79:62 war Kirchheims heutiger Spielmacher der Topscorer des Abends: Richie Williams führte die Ritter damals mit 19 Punkten zum Sieg.

Es blieb ein einmaliges Erfolgserlebnis gegen die Trierer in der Saison 2015/16, die aus Kirchheimer Sicht besonders schmerzhaft in Erinnerung geblieben ist. Nach dem Einzug in die Play-offs schied die Mannschaft von Michael Mai nach drei Niederlagen gegen die Römerstädter in der ersten Runde sang- und klanglos aus.

Duelle mit den Pfälzern waren aber gleichzeitig auch Bühne für herausragende Hauptdarsteller. Bei der Kirchheimer 82:92-Niederlage am 19. Februar 2016 erlebten die Fans in der Sporthalle Stadtmitte einen wie entfesselt auftretenden Dwayne Evans, der mit 36 Punkten mehr als ein Drittel der Zähler seiner Mannschaft erzielte. Im September 2017 war es Kyle Dranginis, der mit 35 Punkten von den Rittern vor eigenem Publikum nicht zu stoppen war. In der vergangenen Saison erlebte Jermaine Bucknor am zweiten Spieltag in Kirchheim mit 26 Punkten und 13 Rebounds eine Sternstunde. Doch auch die Kirchheimer hatten beeindruckende Solisten in ihren Reihen. Einer steuerte am 24. März 2018 satte 32 Punkte zum Kirchheimer 82:75-Erfolg bei. Es war das bisher letzte Kirchheimer Erfolgserlebnis gegen eine Trierer Mannschaft. Sein Name: Corban Collins. bk