Basketball

Mit breiter Brust nach Thüringen

Basketball Die Kirchheim Knights treten am morgigen Sonntag mit dem Selbstbewusstsein von fünf Siegen in Folge beim Tabellenzweiten in Jena an.

Gut gelaunt und selbstbewusst: Die Knights um Till Pape (links) und Kevin Wohlrath rechnen sich morgen in Jena Chancen aus. Foto
Gut gelaunt und selbstbewusst: Die Knights um Till Pape (links) und Kevin Wohlrath rechnen sich morgen in Jena Chancen aus. Foto: Tanja Spindler

Nach fünf erfolgreichen Heimspielen in Serie geht es für die Zweitliga­basketballer der Kirchheim Knights am morgigen Sonntag erstmals wieder in die Fremde. Beim Tabellenzweiten in Jena wollen die Ritter im sechsten Spiel innerhalb von drei Wochen für dennächsten Coup sorgen.

Schwer genug wirds nicht nur vor dem Hintergrund des deutlichen Hinspielergebnisses - 81:11 mussten sich die Kirchheimer im ersten Saisonspiel Ende ­Oktober geschlagen geben. „Das erste Spiel spielt überhaupt keine Rolle“, betont Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt. „Wir kamen direkt aus der Quarantäne, daher war kein Spieler körperlich bereit. Wir hatten null Rhythmus und nur drei Einheiten, um uns vorzubereiten.“ Zudem war Richie Williams erst fünf Tage zuvor in Kirchheim angekommen. Karlo Miksic, Nico Brauner und Max Mahoney hatten verletzungsbedingt gefehlt.„Wir sind jetzt eine komplett andere Mannschaft“, weiß Schmidt.

Dies untermauern auch die jüngsten Ergebnisse. Hintereinander besiegten die Ritter Ehingen, Nürnberg, Hagen, Quakenbrück und zuletzt Rostock. Durch die fünf Siege in Serie haben sich die Kirchheimer in der aufgrund zahlreicher ausgefallener Spiele wenig aussagekräftigen Tabelle auf Platz vier vorgeschoben.

Mit das Beste der Liga

Was der wert ist, wird sich am morgigen Sonntag zeigen, wenn die Knights ab 16.30 Uhr in Jena auf eine der besten Mannschaften der Liga treffen. Die Truppe von Headcoach Frank Menz, der vor einigen Jahren Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft war, wird von Kapitän Dennis Nawrocki angeführt. Der ehemalige Ritter wird jedoch gegen die Teckstädter verletzungsbedingt fehlen. An Alternativen mangelt es den Jenaern aber keineswegs. Auf den Centerpositionen findet man die beiden Topscorer Julius Wolf mit 14,6 Punkten pro Partie und Robin Lodders (13,9). Aber auch auf den Guard-Positionen wimmelt es von hochklassigen Spielern. Demarcus Holland (11,8), der letztjährige Bremerhavener Kasey Hill (11) und Zamal Nixon (10,1), der in der vergangenen Saison für Heidelberg und Bundesligist Ludwigsburg aktiv war, gehören zum Besten, was die Liga zu bieten hat - findet auch Knights-Trainer Igor Perovic: „Jena hat eine sehr tief besetzte Mannschaft. Ihre Guards sind sehr schnell und gefährlich. Besonders im Eins-gegen-Eins haben sie ihre Stärken. Die Center sind sehr mobil und können allesamt werfen. Wir müssen erneut an unser Leistungslimit, wenn wir sie schlagen wollen.“

Auf Seiten der Ritter stand in den vergangenen Tagen seit dem Spiel gegen Rostock die Regeneration im Vordergrund - mit Erfolg: Alle Spieler sind gegen Jena einsatzbereit. Der Kräftevorteil dürfte trotzdem klar auf Seiten der Gastgeber liegen, die unter der Woche nicht antreten mussten und in den vergangenen Wochen deutlich weniger Spiele zu bestreiten hatten als die Knights. Diese wollen zum Abschluss der „Englischen Wochen“ trotzdem nochmals alle Kräftereserven mobilisieren, bevor es danach im normalen Wochenendspielrhythmus weitergeht.cs

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