Basketball

Ritter gehen an der Küste baden

Basketball Nach zwei starken Vierteln und zwischenzeitlichen Führungen müssen sich die Kirchheimer Korbjäger in Bremerhaven mit 75:91 geschlagen geben. Am kommenden Wochenende geht’s mit einem Doppelspieltag weiter.

Oberwasser wie hier Tidjan Keita hatten die Knights in Bremerhaven nur in den ersten beiden Vierteln.Foto: Sven Peter
Oberwasser wie hier Tidjan Keita hatten die Knights in Bremerhaven nur in den ersten beiden Vierteln.Foto: Sven Peter

Die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights haben auch ihr zweites Duell in der 2. Basketball Bundesliga verloren. Mit 75:91 unterlagen die Teckstädter bei den Eisbären aus Bremerhaven. Die Schwaben zeigten sich im Vergleich zum Auftaktduell gegen Jena stark verbessert und führten in der ersten Halbzeit teilweise deutlich. In der zweiten übernahm jedoch der Aufstiegsaspirant und siegte letztlich verdient.

Erneut mussten die Ritter auf einige Schlüsselspieler verzichten. Wie bereits gegen Jena fehlten Nico Brauner, Karlo Miksic und Max Mahoney. Ins Spiel startete die Truppe von Trainer Igor Perovic mit Andi Kronhardt, Till Pape, Kevin Wohlrath, Kyle Leufroy und Richie Williams und die Knights erwischten den besseren Start. Wohlrath erzielte per Dreier die frühe 15:4 Führung für Kirchheim, die in dieser Phase ihre Qualitäten zeigen konnten. Bremerhaven schien überrascht vom engagierten Auftritt der Teckstädter. Auch ein kurzer 10:0-Zwischenlauf der Eisbären brachte die Ritter nicht aus dem Konzept - die 45:40-Führung zur Halbzeit war der Lohn.

Die Gäste erwischten dann auch den besseren Start in die zweite Halbzeit. Der hervorragend aufgelegte Kyle Leufroy zog immer wieder zum Korb und forcierte erfolgreiche Offensivaktionen. Tidjan Keita erzielte die 52:42 Führung. Dann nahm jedoch der Offensivexpress der Eisbären Fahrt auf. Fünf Zähler durch Max Ugrai, sowie viele Aktionen von Curtis Davis sorgten für den Ausgleich und dafür, dass die Hausherren die Führung übernahmen. Davis erzielte dann auch das 62:59 und zwang Coach Perovic zur Auszeit.

Keita am Sprunggelenk verletzt

In der letzten Aktion vor der Auszeit verletzte sich Tidjan Keita am Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. Er konnte anschließend nicht mehr eingesetzt werden und trat letztlich mit dick bandagiertem Knöchel die Heimreise an - eine folgenschwere Aktion, hatte der junge Franzose bis dahin doch häufig seine athletischen Vorteile einsetzen können und nach 20 Minuten bereits sieben Punkte und fünf Rebounds erzielt.

Für die Rittertruppe war es eine weitere Schwächung, zumal sie in der Folgezeit zusehends Probleme bekam, Aufbauspieler Davis zu stoppen. Er hatte am Ende mit 28 Punkten die gleiche Ausbeute wie Kirchheims Kyle Leufroy auf seinem Konto. Point Guard Richie Williams versuchte seine Mannen unvermindert anzutreiben, dem US-Amerikaner war jedoch sein Trainingsrückstand und die mehrmonatige Pause anzumerken. „Richie hatte acht Monate kein Spiel, er kommt nach Kirchheim und muss vier Tage später bereits loslegen. Das ist nicht einfach. Er wird, wie unsere gesamte Truppe, einfach etwas Zeit benötigen um seinen Rhythmus zu finden“, erklärte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt.

Die Eisbären übernahmen nun das Kommando und erspielten sich eine Führung von über 20 Punkten, was für die Knights erneut einen Einbruch wie im Spiel gegen Jena bedeutete. „Wir sind noch nicht so weit wie Jena und Bremerhaven, um auf solche Situationen angemessen und im Verbund zu reagieren. Daran werden wir arbeiten. Dass die Qualität da ist, haben wir in beiden Spielen sehen können, aber es ist kein Selbstläufer“, so Schmidt. Gegen Spielende kamen dann die Youngster Aleksa Bulajic und Andi Nicklaus zum Einsatz, die beide ihre ersten Saisonzähler erzielen konnten.

Am kommenden Wochenende findet der erste Doppelspieltag mit den Duellen gegen Leverkusen (Freitag) und in Tübingen (Sonntag) statt. Die Ritter hoffen dabei auf den ersten Saisoneinsatz von Max Mahoney, der derzeit noch an einer Sprunggelenksverletzung laboriert, in den kommenden Tagen allerdings ins Training einsteigen soll. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Tidjan Keita, der zunächst am heutigen Montag näher untersucht werden wird. Weiterhin sicher fehlen werden Karlo Miksic und Nico Brauner. cs

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