Basketball

Ritter retten den Sieg auf der letzten Rille

Basketball Beim 91:87 über Paderborn feiern die Knights im dritten Spiel innerhalb einer Woche den zweiten Sieg und setzen sich in die Play-off-Rängen fest.

Nicht vom Ball zu trennen: Mitch Hahn war mit 17 Punkten gemeinsam mit Paderborns Kendale McCullum Topscorer der Partie. Foto: T
Nicht vom Ball zu trennen: Mitch Hahn war mit 17 Punkten gemeinsam mit Paderborns Kendale McCullum Topscorer der Partie. Foto: Tanja Spindler

Die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights steuern weiter auf Play-off-Kurs. Durch den 91:87-Heimerfolg über den Tabellenfünften aus Paderborn verteidigten die Ritter den achten Platz, der das Ticket für die Play-offs bedeuten würde. Beim zweiten Sieg in drei Spielen innerhalb einer Woche glänzten die Kirchheimer mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der sechs Spieler zweistellig punkteten. Topscorer wurde Mitch Hahn mit 17 Zählern. Dabei mussten die Knights erneut auf Kapitän Jalan McCloud verzichten, der wegen einer Erkältung bereits am vergangenen Mittwoch in Rostock gefehlt hatte.

Beide Mannschaften starteten ungewohnt fahrig in die Partie. Auf beiden Seiten war das Zielvisier ordentlich verstellt. So dominierten die Abwehrreihen. Die ersten offensiven Impulse setzten Nico Brauner und Keith Rendleman. Beide glänzten mit viel Energie und Willenskraft und sorgten so für die 24:22-Führung der Knights zur ersten Viertelpause.

Doch die Paderborner blieben gefährlich. Immer wieder rissen die quirligen Guards um Topscorer Kendale McCullum Lücken in die Verteidigung der Ritter und legten klug auf Center Martin Seiferth ab, der sicher verwandelte. Das Spiel blieb eng. Die Kirchheimer hatten in Mitch Hahn ihren gefährlichsten Akteur. Elf Zähler erzielte der Amerikaner im zweiten Viertel und hielt die Führung der Gastgeber so aufrecht. Ein sehenswert herausgespielter Dreier von Paderborns Daniel Mixich mit dem Pausenpfiff sorgte für den 46:45-Halbzeitstand aus Kirchheimer Sicht.

Motiviert starteten die Hausherren ins dritte Viertel, in dem Till Pape glänzte. Der gebürtige Paderborner streute acht Punkte ein. Unterstützt von Dajuan Graf, der einmal mehr gekonnt Regie führte und insgesamt neun Assists verteilte und 14 Punkte erzielte, bauten die Knights die Führung aus. Die Verteidigung fand nun immer besseren Zugriff und schränkte die Wirkungskreise von McCullum ein.

Vorentscheidung? Denkste!

Mit einer Zehn-Punkte-Führung ging es in den Schlussabschnitt. Auch hier übernahmen die Teckstädter sofort das Kommando. Angeführt von Nico Brauner, der neben zwölf Punkten auch noch sieben Vorlagen verteilte, erhöhten die Knights knapp fünf Minuten vor dem Ende auf 86:69 - die Partie schien entschieden.

Doch die Paderborner dachten gar nicht daran aufzugeben, zumal bei den Knights nun die Kräfte schwanden - die Wochentagsschicht in Rostock machte sich bei den Gastgebern bemerkbar. Die unter der Woche spielfreien Paderborner verkürzten Punkt für Punkt und Kirchheim fand offensiv keine Mittel mehr.

In der Schlussminute wurde es dann nochmal richtig eng. Beim Stand von 89:87 musste Dajuan Graf an die Freiwurflinie, wo der sonst so sichere Point Guard zweimal scheiterte. Mit einem beherzten Einsatz sicherte Keith Rendleman jedoch den Ball für seine Mannschaft und ermöglichte Graf zwei weitere Freiwürfe, die dieser nun sicher verwandelte und so das Spiel entschied.

„Am Ende haben wir etwas die Ruhe und Kontrolle verloren, aber daraus werden wir versuchen zu lernen“, sagte Knights-Geschäftsführer Chris Schmidt. Für die Kirchheimer geht es am nächsten Samstag mit der Partie in Trier weiter. Trier verlor gestern Abend in Leverkusen und rutschte vom vierten auf den sechsten Platz. cs

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